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28.07.2012

03:58 Uhr

Batman-Attentat

Ähnliches Massaker wie in Colorado in Maryland vereitelt

In Maryland wurde ein ähnliches Massaker wie in Colorado verhindert. Unterdessen wurde bekannt, dass der Amokläufer von Aurora sich offenbar in psychiatrischer Behandlung befand.

Das Memorial für die Opfer des Amoklaufs von Aurora. dapd

Das Memorial für die Opfer des Amoklaufs von Aurora.

Denver/Palmer ParkDie Polizei im US-Staat Maryland hat offenbar gerade noch ein ähnliches Massaker wie in der vergangenen Woche bei einer "Batman"-Vorführung in Colorado verhindert. Sie nahm nach eigenen Angaben vom Freitag in Palmer Park einen Mann fest, der sich selbst "einen Joker" genannt und ein T-Shirt mit der Aufschrift getragen habe: "Waffen töten keine Menschen. Aber ich." "Joker" ist die Figur des ultimativen Bösewichts in der "Batman"-Saga.

Unterdessen wurde bekannt, dass der Todesschütze von Aurora; James Holmes; vor der Tat in psychiatrischer Behandlung war. Das geht aus einem am Freitag veröffentlichten Antrag der Verteidigung hervor.

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Die Verteidigung versucht aufzuklären, wie mehrere US-Medien zu der Information kamen, dass ein Paket, das Holmes an seine Ärztin schickte, ein Notizbuch mit der Beschreibung von Mordplänen enthalten haben soll. In dem Antrag der Verteidigung wurde lediglich bestätigt, dass es eine Korrespondenz zwischen Holmes und dem Psychiater gegeben habe, die nicht für die Augen der Öffentlichkeit gedacht war. Die Veröffentlichungen verstießen gegen eine richterlich verfügte Nachrichtensperre und minderten dessen Chancen auf einen fairen Prozess.

Der 24-jährige Schütze, der in Untersuchungshaft sitzt, wird beschuldigt, in der vergangenen Woche zwölf Menschen in einem Kino in der Stadt Aurora in Colorado getötet und 58 verletzt zu haben. Er soll am kommenden Montag zur Anklage vernommen werden.

Zum aufgedeckten Mordkomplott in Maryland hieß es im Haftbefehl, der 28-jährige Verdächtige habe angegeben, er wolle das Gehirn seines Chefs "auf den Bürgersteig spritzen sehen". Er habe die Firma angreifen wollen, die ihn entlassen habe. "Ich bin ein Joker und ich werde meine Waffen laden und jeden wegblasen", wurde er zitiert.

Der Polizeichef des zuständigen Kreises, Mark Magaw, sagte, es sei nicht genau abzuschätzen, was mit der Festnahme verhindert worden sei. "Wir denken, eine gewaltsame Episode wurde vermieden", sagte er. Wann der 28-jährige seine Drohungen in die Tat umsetzen wollte, war zunächst nicht bekannt. Der Bezug auf "Joker" habe dem Fall zusätzliche Dringlichkeit verliehen.

Holmes war mit orange gefärbten Haaren in die Vorführung des neuen "Batman"-Films geplatzt und hatte sich nach offiziellen Angaben selbst als "Joker" bezeichnet.

Von

dapd

Kommentare (1)

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sons_of_liberty

28.07.2012, 10:31 Uhr

"Unterdessen wurde bekannt, dass der Amokläufer von Aurora sich offenbar in psychiatrischer Behandlung befand."

Liebe Redaktion,

bitte macht euch doch mal mit der Materie vertraut.
In den Vereinigten Staaten von Amerika besteht eine "psychiatrische Behandlung" in der Regel darin, dass der "Arzt" seinen Kunden schlichtweg Antidepressiva verschreibt.

Es ist bedauerlich, dass man zudem nicht in der Mainstream Presse lesen kann, dass nahezu jeder Amok-Schütze unter dem Einfluss von Antidepressiva stand.

Liebe Redaktion, solche Informationen sind für die Allgemeinheit interessanter als die Werbung von Pharmaunternehmen.

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