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11.09.2014

11:46 Uhr

Bayerischer Verfassungsgerichtshof

Bayerns Regierung darf zum Fall Hoeneß schweigen

Der Bayrische Verfassungsgerichtshof stärkt der bayrischen Landesregierung den Rücken, diese muss auf Anfragen der Opposition zum Steuerfall Uli Hoeneß nicht antworten.

Die bayrische Landesregierung muss sich zum Fall Hoeneß nicht äußern: Die Grünen hatten geklagt, weil sie die CSU-geführte Regierung dazu zwingen wollten, auf Fragen zum Fall Hoeneß zu antworten. dpa

Die bayrische Landesregierung muss sich zum Fall Hoeneß nicht äußern: Die Grünen hatten geklagt, weil sie die CSU-geführte Regierung dazu zwingen wollten, auf Fragen zum Fall Hoeneß zu antworten.

MünchenDie bayerische Landesregierung muss Anfragen der Opposition zum Steuerfall Uli Hoeneß nicht beantworten. Das hat der Bayerische Verfassungsgerichtshof in einem am Donnerstag verkündeten Urteil klargestellt und damit eine Klage der Grünen zurückgewiesen.

Die Grünen hatten geklagt, weil sie die CSU-geführte Regierung dazu zwingen wollten, auf Fragen zum Fall Hoeneß zu antworten. Sie hatten im Mai 2013 in einer offiziellen Anfrage wissen wollen, wann Behörden oder die Regierung von Hoeneß' Geldanlage in der Schweiz erfahren haben. Die Regierung lehnte die Beantwortung der Fragen mit dem Hinweis auf das Steuergeheimnis ab.

Das Gericht hatte zu entscheiden, ob dies das parlamentarische Fragerecht und damit die bayerische Verfassung verletzt oder nicht. Gerichtspräsident Karl Huber verwies in der Urteilsbegründung auf das Steuergeheimnis und das allgemeine Persönlichkeitsrecht, das dem Fragerecht der Abgeordneten Grenzen setze. Die Verweigerung von Auskünften ohne detaillierte Begründung sei deshalb im Steuerfall Hoeneß „verfassungsrechtlich noch vertretbar“.

Von

dpa

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