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02.01.2007

09:37 Uhr

Behörde ändert Haltung

Kindsmörder Gäfgen darf wohl doch Opferstiftung gründen

Der Mörder des Frankfurter Bankierssohns Jakob von Metzler, Magnus Gäfgen, darf voraussichtlich doch eine Stiftung für junge Gewaltopfer gründen: Die zuständige Genehmigungsbehörde, die das Ansinnen zunächst ablehnte, hat ihre Haltung geändert.

Magnus Gäfgen im Prozess. Foto: dpa dpa

Magnus Gäfgen im Prozess. Foto: dpa

HB TRIER. Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Trier als Stiftungsaufsicht des Landes Rheinland-Pfalz stimmte nach Angaben einer Sprecherin vom Dienstag einem entsprechenden Vorantrag zu. Wenn der förmliche Antrag mit dem angekündigten Inhalt folge, werde die Stiftung genehmigt.

Die ADD hatte einen ersten Antrag zur Stiftungsgründung im vergangenen August abgelehnt mit der Begründung, das geplante Projekt sei untrennbar mit der Person des zu lebenslanger Haft verurteilten Gäfgen verbunden. Danach habe es weitere Gespräche zwischen der ADD und Gäfgens Anwalt gegeben, sagte die Sprecherin. Dabei habe die Behörde erklärt, welche Voraussetzungen vorliegen müssten, damit die Stiftung doch noch genehmigt werden könne.

Gäfgen hatte den elf Jahre alten Jakob von Metzler am 27. September 2002 entführt und sofort in seiner Frankfurter Wohnung ermordet. Erst nach Gewaltdrohungen eines Vernehmungsbeamten offenbarte der junge Jurist das Versteck des toten Jungen, von dessen Familie er zuvor noch eine Million Euro erpresst hatte, um seinen luxuriösen Lebensstil aufrechtzuerhalten. Nach mehreren Geständnissen verurteilte das Landgericht Frankfurt den jungen Mann zu lebenslanger Haft mit besonders schwerer Schuld, was eine Entlassung bereits nach 15 Jahren Haft verhindert.

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