Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

16.04.2013

03:11 Uhr

Bei Marathonlauf

Drei Tote bei Doppelanschlag in Boston

VonNils Rüdel

Der Terror ist zurück: Bei Anschlägen auf den Boston-Marathon sind drei Menschen getötet und mehr als 130 verletzt worden. Täter hatten zwei Bomben in einer Menschenmenge gezündet. Präsident Obama reagierte mit Härte.

Attentat

Drei Tote bei Bombenanschlägen auf Boston-Marathon

Attentat: Drei Tote bei Bombenanschlägen auf Boston-Marathon

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

BostonBei einem Bombenanschlag auf den Marathonlauf in Boston sind am Montagnachmittag drei Menschen getötet und mehr als 130 teils schwer verletzt worden. Unter den Toten befindet sich nach US-Medienberichten ein achtjähriges Kind. Zwei Sprengsätze seien mitten in der dichten Zuschauermenge entlang der Strecke explodiert, teilte am Nachmittag Ortszeit der Bostoner Polizeichef Ed Davis mit.

Die Behörden wollten noch nicht von „Terroranschlägen“ sprechen und äußerten sich auch nicht zu Spekulationen, ob es sich um eine Attacke des Terrornetzwerks al-Kaida handelt. Zunächst war noch von einem dritten Anschlag in der JFK-Bibliothek der Stadt die Rede gewesen. Dieser Vorfall scheine jedoch in Zusammenhang mit einem Feuer zu stehen, teilte die Polizei mit.

Laut US-Medienberichten haben Sicherheitskräfte zwei weitere Sprengsätze entdeckt, die nicht explodiert sind. Polizeichef Davis forderte die Menschen auf, nach Hause zu gehen und große Ansammlungen zu meiden. Es handle sich um eine laufende Untersuchung. Das FBI und Soldaten der Nationalgarde unterstützten die Behörden vor Ort.

Der Boston Marathon, der als ältester und bekanntester seiner Art gilt, ist ein Großereignis am Patriot`s Day, einem Feiertag im US-Bundesstaat Massachusetts. Wie jedes Jahr zog der Lauf auch dieses Mal rund eine halbe Million Zuschauer und bis zu 27.000 Teilnehmer an.

Zwei Explosionen ereigneten sich um 14.50 Uhr nahe der Ziellinie auf der Boylston Street im Herzen der Metropole im US-Bundesstaat Massachusetts. Fotos zeigen das Chaos danach: Menschen rannten in Panik davon, die Luft war voller Rauch, und Rettungskräfte versorgten die Verletzten.  

US-Präsident Barack Obama zeigte sich erschüttert von den Anschlägen. Er sprach am späte Nachmittag den Angehörigen sein Mitgefühl aus und versprach, man werde den oder die Täter finden und bestrafen. „Täuscht euch nicht, wir werden die Tat aufklären“, sagte Obama. Details zum Hergang zu Erkenntnissen über die Verantwortlichen nannte der Präsident nicht. Er habe mit Bostons Bürgermeister Thomas Menino und dem Gouverneur von Massachusetts, Deval Patrick, gesprochen und werde jede Hilfe zur Verfügung stellen, die bei den Ermittlungen benötigt werde, hieß es. Obama will sich in Kürze äußern.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×