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15.07.2016

18:05 Uhr

Beisetzung von Jo Cox

Ehemann von Abgeordneter gedenkt der Nizza-Opfer

Als Jo Cox vor einem Monat ermordet wurde, waren die Briten schockiert. Jetzt wurde die streitbare Abgeordnete beigesetzt. Der Ehemann der Toten gedachte vor der Beerdigung im engsten Kreis auch der Opfer von Nizza.

Der Tod seiner Ehefrau, der Abgeordneten Jo Cox, vor einem Monat hatte die Briten schockiert. dpa

Brendan Cox in London

Der Tod seiner Ehefrau, der Abgeordneten Jo Cox, vor einem Monat hatte die Briten schockiert.

LondonBewegende Szenen zur Beisetzung der ermordeten britischen Labour-Abgeordneten Jo Cox: Hunderte Menschen säumten die Straßen, als der Leichenzug am Freitag durch Heckmondwike und andere Ortschaften in ihrem Wahlkreis in West Yorkshire fuhr. Viele Menschen warfen Blumen auf die Straße und applaudierten, als die Leichenzug vorbeifuhr.

Vor der Beerdigung im engsten Kreis erinnerte der Ehemann der Toten an die mehr als 80 Opfer des Attentats von Nizza. „Jo hätte uns gebeten, Hass nicht mit Hass zu bekämpfen“, schrieb Brendan Cox auf Twitter. Vielmehr müssten die Menschen zusammenkommen, „um den Sumpf auszutrocknen, in dem der Terrorismus gedeiht“. „Lasst uns heute aller Opfer des Hasses gedenken.“

Der Tod der streitbaren 41-Jährigen vor einem Monat hatte die Briten schockiert. Er führte auch dazu, dass der Wahlkampf um das EU-Referendum für einige Tage unterbrochen wurde. Cox hatte sich unter anderem für Flüchtlinge und Migranten eingesetzt.

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„Tod den Verrätern, Freiheit für Großbritannien“, rief er, als er die britische Abgeordnete Jo Cox ermordete. Im November wird der 52-jährige Täter vor Gericht gestellt. Er soll Kontakte zu Nazi-Gruppen gepflegt haben.

„Sie betrachtete die Welt als eine Welt von Nachbarn, und sie glaubte daran, dass jedes Leben gleich zählt“, schrieb Labour-Chef Jeremy Corbyn auf Facebook. Cox hatte gegen den Brexit gekämpft und Corbyn gedrängt, stärker für das Pro-EU-Lager einzutreten.

Die Abgeordnete war am 16. Juni auf offener Straße von einem Mann angegriffen worden, der auf sie schoss und mit einem Messer auf sie einstach. Später gab es Hinweise, dass der 52-jährige Täter Kontakte zu einer US-Nazigruppe sowie zu einer Rassistenorganisation in Südafrika hatte. Es gab aber auch Hinweise auf psychische Probleme. Der Prozess gegen ihn soll voraussichtlich am 14. November in London beginnen.

Von

dpa

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