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27.12.2013

22:53 Uhr

Bergung gescheitert

Passagiere stecken weiter in Antarktis fest

Die Passagiere der „Akademik Schokalskiy“ müssen weiter im Packeis der Antarktis ausharren. Der Rettungsversuch eines chinesischen Eisbrechers scheiterte - er blieb selbst im Eis stecken. Bisher reicht der Proviant noch.

Feiertage im ewigen Eis: Die Mannschaft der "Akademik Shikalskiy" mit einem künstlichen Tannenbaum. Das Polarexpeditionsschiff mit 74 Menschen an Bord muss weiter auf Rettung hoffen. dpa

Feiertage im ewigen Eis: Die Mannschaft der "Akademik Shikalskiy" mit einem künstlichen Tannenbaum. Das Polarexpeditionsschiff mit 74 Menschen an Bord muss weiter auf Rettung hoffen.

SydneyDer Rettungseinsatz für ein seit Heiligabend in der Antarktis feststeckendes russisches Forschungs- und Passagierschiff hat einen Rückschlag erlitten: Ein chinesischer Eisbrecher, der am Freitag zur "MV Akademik Schokalskiy"" aufgebrochen war, konnte wegen des Packeises seine Fahrt nicht fortsetzen, wie die australische Schifffahrtsbehörde AMSA am Samstag (Ortszeit) mitteilte. Aus Sicherheitsgründen sei der Rettungsversuch abgebrochen worden.

Der chinesische Eisbrecher sei bis auf sechseinhalb Seemeilen an das Forschungsschiff herangekommen, habe dann aber wegen des dichten Eises nicht weiterfahren können, sagte eine AMSA-Sprecherin dem australischen Sender ABC.

Die AMSA koordiniert die Bergungsversuche. "Wir werden heute nach anderen Möglichkeiten suchen", fügte die Sprecherin hinzu. Neben dem chinesischen Eisbrecher hatten sich auch das französische Schiff "L'Astrolable" und die "Aurora Australis" aus Australien auf dem Weg gemacht.

Die "MV Akademik Schokalskiy" steckt seit Dienstag rund hundert Seemeilen (185 Kilometer) von dem französischen Antarktis-Stützpunkt D'Urville entfernt im Packeis fest.

An Bord sind 74 Menschen, darunter Wissenschaftler und Touristen, die der Route des Antarktisforschers Douglas Mawson vor einem Jahrhundert folgen. Nach Angaben eines Wissenschaftlers hat das Forschungsschiff ausreichend Proviant an Bord, so dass die Besatzung noch nicht in Gefahr ist.

Von

afp

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