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20.07.2013

15:39 Uhr

Bericht im chinesischen Staatsfernsehen

Mann zündet Sprengsatz auf Pekinger Flughafen

Ein 33-Jähriger hat auf dem Pekinger Flughafen einen Sprengsatz gezündet, wobei außer ihm niemand verletzt wurde. Er wollte Flugzettel verteilen, woran er jedoch gehindert wurde. Daraufhin hielt er den Sprengsatz hoch.

Der Flughafen in Peking. Ein Mann brachte in der Ankunftshalle einen Sprengsatz aus Schwarzpulver zur Explosion. Reuters

Der Flughafen in Peking. Ein Mann brachte in der Ankunftshalle einen Sprengsatz aus Schwarzpulver zur Explosion.

PekingAuf dem Pekinger Flughafen hat ein Mann im Rollstuhl am Samstag einen Sprengsatz gezündet. Außer dem Täter sei niemand verletzt worden, berichteten übereinstimmend Chinas Staatsmedien. Der Mann aus der ostchinesischen Provinz Shangdong habe gegen 18.30 Uhr Ortszeit eine Bombe aus Schwarzpulver von Feuerwerkskörpern in der Ankunftshalle detonieren lassen.

Ein umgekippter Rollstuhl liegt an der Seite, daneben stehen Polizisten und Frauen in weißen Kitteln, wie Bilder der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua zeigen. Polizisten hätten versuchen, die Passagiere von der Unglücksstelle wegzudrängen, berichtet eine Augenzeugin der Nachrichtenagentur dpa.

Die Pekinger Zeitung „Jinghua Shibao“ beschreibt die letzten Minuten vor der Detonation: Der Mann sitzt im Rollstuhl und versucht, Flugblätter an Menschen in der Ankunftshalle zu verteilen. Dann kommen Sicherheitsleute und wollen ihn vertreiben. Auf Bildern in chinesischen Blogs sitzt er im Rollstuhl und hält seine Arme in die Luft. In einer Hand hat er einen kleinen weißen Gegenstand. Angeblich entstanden sie kurz vor der Explosion.

Über die Gründe für die Tat kursieren viele Gerüchte. Die Zeitung „Jinghua Shibao“ verweist wie einige andere Medien auf einem Blog unter dem Namen des Täters. Darin beschreibt ein Mann, wie er 2005 als Taxifahrer von Polizisten schwer verprügelt wurde. Seitdem sitzt er im Rollstuhl. Wenige Minuten später ist der Blog in China gesperrt. Aber Nutzer haben seinen Artikel abfotografiert und verbreiten die Bilder von seinem Text weiter im Netz.

Von

dpa

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