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06.01.2013

20:31 Uhr

Berliner Klinik

Offenbar erneut Epidemie auf Frühchenstation

Zehn Babys sind laut eines Zeitungsberichts auf der Frühchenstation einer Berliner Klinik mit dem Lungenvirus RSV infiziert worden. Dabei handle es sich um ein „generelles berlinweites Problem“, so der Chefarzt.

Krankenschwester in einer Frühchenstation. dpa

Krankenschwester in einer Frühchenstation.

BerlinAuf einer Frühchenstation einer Berliner Klinik ist einem Zeitungsbericht zufolge erneut eine Epidemie ausgebrochen. Etwa zehn Kinder im Vivantes Klinikum Friedrichshain hätten sich mit dem Lungenvirus RSV infiziert, berichtete die Berliner Tageszeitung "B.Z." (Montagsausgabe). Der Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin, Hermann Girschick, bestätigte gegenüber dem Blatt, dass es sich um eine "RSV-Epidemie" handele. Die betroffenen Kinder seien isoliert und zusätzliche Hygiene-Maßnahmen ergriffen worden. Girschick sprach von einem "generellen berlinweiten Problem".

Das sogenannte Respiratorische-Synzytial-Virus ist laut "B.Z." für Erwachsene und gesunde Kinder ungefährlich, für Frühchen und schwer kranke Kinder kann es jedoch lebensbedrohlich sein.

Im Oktober war bekannt geworden, dass sechs Babys auf einer Frühchenstation der Charité nach einer Infektion mit Serratien-Bakterien erkrankt waren, 14 weitere waren von den Keimen besiedelt. Bei einem Frühchen, dass nach einer Herz-OP gestorben war, spielten Serratien-Keime keine Rolle, so das Ergebnis einer Untersuchung.

Anm. d. Redaktion: Die Todesursache des Frühchens wurde gegenüber einer früheren Fassung des Artikels korrigiert.

Von

afp

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