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25.03.2012

18:24 Uhr

Besuch in Lateinamerika

Mexikaner bejubeln Papst Benedikt XVI.

Bei seinem ersten Mexiko-Besuch wurde Papst Benedikt XVI. jubelnd von mehreren tausend Menschen empfangen. Zahlreiche Mexikaner hoffen angesichts der anhaltenden Gewalt auf eine Botschaft des Friedens.

Am Flughafen in Mexiko wurde der Papst von Kindern begrüßt. dapd

Am Flughafen in Mexiko wurde der Papst von Kindern begrüßt.

LéonPapst Benedikt XVI. ist heute von hunderttausenden Gläubigen zu einer Messe nahe der zentralmexikanischen Stadt León begrüßt worden. Die im Bicentenario-Park in Silao versammelten Katholiken feierten ihr Kirchenoberhaupt fähnchenschwenkend und mit Applaus und Gesängen. Benedikt XVI. sollte dort am dritten Tag seines Mexiko-Besuchs eine Messe unter freiem Himmel abhalten. Junge und alte Menschen waren mit Bussen und zu Fuß zu dem Park geströmt, um an dem Gottesdienst teilzunehmen.

Zuvor wurde der Papst in einem Hubschrauber über die Christusstatue auf dem 2.580 Meter hohen Berg Cubilete geflogen. Die Statue ist für die Mexikaner eine Symbolfigur des Kampfes für religiöse Freiheit. Sie war während des Krieges der mexikanischen Christen gegen die antireligiösen Revolutionäre (1926-1929) zerstört und anschließend wieder aufgebaut worden.

Die Region um die Stadt León gilt als Hochburg der Katholiken in dem mittelamerikanischen Land. Ohnehin hängen 84 Prozent der Mexikaner dem katholischen Glauben an, das entspricht 90 Millionen Menschen

Schon bei seiner Ankunft wurde der Papst von Tausenden Menschen begrüßt. Auf der mehr als 30 Kilometer langen Fahrt vom Flughafen in die Stadt Léon säumten nach Angaben von Papst-Sprecher Federico Lombardi bis zu 700.000 Menschen die Straßen. Der Papst sagte , er werde vor allem für diejenigen beten, „die unter jeglicher Form der Gewalt“ litten. Staatschef Felipe Calderón sagte, der Besuch des Papstes sei eine „Geste der Solidarität mit unserem Volk, die wir nie vergessen werden“. Sein Land befinde sich in einer „schwierigen Lage“, sagte er mit Blick auf den Drogenkrieg, bei dem seit 2006 rund 50.000 Menschen ums Leben kamen.

Während des Fluges hatte der Papst zu dem Thema gesagt: „Wir müssen alles Mögliche tun, um dieses Übel, das unsere Jugend zerstört, zu bekämpfen.“ Er forderte „moralische Verantwortung“ und verurteilte die „Anbetung des Geld, die den Mensch versklavt“.

Auch in den Straßen jubelten die Menschen. dpa

Auch in den Straßen jubelten die Menschen.

Zahlreiche Mexikaner hoffen angesichts der anhaltenden Gewalt, dass Benedikt XVI. bei seinem Besuch eine Botschaft des Friedens an das Volk richtet.

Der Papst erinnerte bei seiner Ankunft in Mexiko an das Grundrecht auf Religionsfreiheit und forderte die Christen auf, ihren Glauben zu erneuern. Mexiko ist weltweit das Land mit der zweithöchsten Zahl an Katholiken. 84 Prozent der 112 Millionen Mexikaner sind getauft. Allerdings ging die Zahl der praktizierenden Katholiken in den vergangenen Jahren deutlich zurück.

Der Papst habe sich sehr über den herzlichen Empfang in Mexiko gefreut, sagte Lombardi. Die Strecke vom Flughafen ins 34 Kilometer entfernte Léon fuhr das 84-jährige Kirchenoberhaupt mit dem sogenannten Papamobil. Bei seinen Angaben zur Zahl der Gläubigen vor Ort stützte sich Lombardi nach eigenen Angaben auf „halb-amtliche“ mexikanische Zahlen.

Kommentare (1)

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Ben

24.03.2012, 11:24 Uhr

Eine Botschaft des Friedens .... das ist ja zum nicht aushalten....
Der Vatikan ist in unter vielem anderen in Waffenhandel investiert.
Und die Schäflein schlafen weiter.....

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