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25.12.2011

16:05 Uhr

Bethanien

Brand in Haus der alternativen Szene

Großeinsatz für die Berliner Feuerwehr: 12 Menschen sind am ersten Weihnachtstag bei einem Brand am Künstlerhaus Bethanien verletzt worden. Es gibt Hinweise auf eine Brandstiftung. Die Kripo ermittelt.

Bewohner des Künstlerhaus Bethanien gehen in Decken gehüllt in ihre Wohnungen zurück. Bei einem Brand auf dem Gelände in Kreuzberg sind am ersten Weihnachtstag 14 Menschen verletzt worden. dpa

Bewohner des Künstlerhaus Bethanien gehen in Decken gehüllt in ihre Wohnungen zurück. Bei einem Brand auf dem Gelände in Kreuzberg sind am ersten Weihnachtstag 14 Menschen verletzt worden.

BerlinMöglicherweise durch Brandstiftung sind auf dem Gelände des Künstlerhauses Bethanien in Berlin zwölf Menschen verletzt worden. Aus dem Wohnhaus neben dem Kreuzberger Kulturzentrum wurden am ersten Weihnachtstag 26 Menschen vor den Flammen gerettet, wie die Berliner Feuerwehr mitteilte. Zwei Männer seien in Panik aus dem Fenster des ersten Stocks gesprungen. Sie erlitten dabei schwere Verletzungen, darunter mehrere Knochenbrüche, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte. Zehn Menschen wurden mit Rauchgasvergiftungen in Krankenhäuser gebracht.

Als die Einsatzkräfte gegen 6.55 Uhr vor dem in der linken Szene bekannten Georg-von-Rauch-Haus eintrafen, erwarteten sie chaotische Zustände. Menschen liefen nach Berichten von Rettern panisch vor dem Gebäude umher, andere standen an den Fenstern und riefen um Hilfe.

Der starke Rauch hatte sich über die ganzen vier Etagen des Hauses verteilt. Es war zunächst nicht ersichtlich, ob und wie viele Menschen in ernster Gefahr waren, wie ein Helfer berichtete. Zum Zeitpunkt des Brandes waren nach Feuerwehrangaben auch Kinder in dem Gebäude. 120 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

„Wir mussten die Menschen, die noch im Haus waren, teilweise über Leitern und Drehleitern retten“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Andere seien durch das Treppenhaus aus dem Gebäude geholt worden. Auch Sprungpolster wurden vorsorglich aufgebaut. Darüber musste sich aber niemand retten. Etliche Bewohner und Gäste einer Party hatten das Georg-von-Rauch-Haus schon verlassen, bevor die Einsatzkräfte am Unglücksort waren.

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