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23.04.2015

12:36 Uhr

Bier

Deutsche trinken täglich 22 Millionen Liter Gerstensaft

Prost: Die Deutschen haben im vergangenen Jahr im Tagesdurchschnitt 22 Millionen Liter Bier getrunken. Im Jahr 2014 produzierten mehr als 1300 Brauereien den Gerstensaft.

Fast die Hälfte der Brauereien (616) haben ihren Sitz in Bayern. dpa

Fans in Nürnberg

Fast die Hälfte der Brauereien (616) haben ihren Sitz in Bayern.

WiesbadenDank der Fußball-Weltmeisterschaft ist der Bierkonsum in Deutschland im vergangenen Jahr gegen den Trend leicht gestiegen. Im Schnitt trank jeder Deutsche nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes täglich ein kleines Glas Bier (0,27 Liter). Pro Tag kamen so 22 Millionen Liter zusammen, aufs Jahr gesehen rund 8 Milliarden Liter. Das war etwas mehr (0,4 Prozent) als im Vorjahr, wie die Behörde am Donnerstag mitteilte.

Unter anderem das für die deutsche Mannschaft und ihre Fans so erfreuliche Fußball-Fest in Brasilien kurbelte den Bierdurst der Menschen an. Das ändert aber nichts am langfristigen Trend: „Der Bierkonsum in Deutschland ist seit Jahren rückläufig“, erklärte eine Statistikerin in Wiesbaden. 2011 etwa lag die Menge noch bei rund 8,3 Milliarden Litern. Bier sei gerade bei jungen Leuten nicht mehr das Getränk Nummer 1, sie griffen zum Beispiel eher zu Mischgetränken („Alcopops“).

Der Weg zur Arbeit: Alkohol und Fahrtüchtigkeit

0 Promille

„absolutes Alkoholverbot“: für Fahranfänger in der Probezeit oder vor Vollendung des 21. Lebensjahres nach dem Straßenverkehrsgesetz ( StVG) Ahndung als Ordnungswidrigkeit einschließlich der Teilnahme an einem speziellen Aufbauseminar und Verlängerung der Probezeit um 2 Jahre.

(Quelle: Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen)

0,3 Promille

„relative Fahruntüchtigkeit“, das heißt die Fahreignung ist nicht gegeben, wenn typische Ausfallerscheinungen, Fahrfehler oder konkrete Gefährdungen zu den 0,3 ‰ hinzutreten und ein Kausalzusammenhang angenommen werden muss. § 316 Strafgesetzbuch (StGB) sieht Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe vor.

0,5 Promille

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat bereits 2001 die 0,5 Promille mit voller Strafbewährung in Kraft gesetzt: § 24a StVG. Ordnungswidrig handelt, wer 0,5 Promille oder mehr beim Fahren eines Kfz aufweist, ohne dass er Ausfallerscheinungen – wie bei der 0,3-Promille-Grenze – aufweisen muss.

1,1 Promille

„absolute Fahruntüchtigkeit“ wird bei dieser Promillegrenze als sicher angenommen und mit Sanktionen nach § 316 StGB belegt, das heißt es liegt eine Straftat vor.

1,6 Promille

„absolute Fahruntüchtigkeit“ auch beim Führen von nichtmotorisierten Fahrzeugen - in der Regel sind dies Fahrräder - im Straßenverkehr. Es kann zum Entzug der Fahrerlaubnis kommen.

„Es gibt immer mehr ältere Leute, die weniger konsumieren, und allgemein weniger junge Leute“, erklärte ein Sprecher des Deutschen Brauer-Bundes. Zudem wachse das Angebot alternativer Getränke. Gleichzeitig werde alkoholfreies Bier immer beliebter: Im vergangenen Jahr überschritt der Absatz des Erfrischungsgetränks erstmals die Grenze von fünf Milliarden Litern.

Hierzulande wird Bier nach dem deutschen Reinheitsgebot vom 23. April 1516 gebraut. Unangefochtener Spitzenreiter unter den Hersteller-Ländern ist nach wie vor Bayern: Mehr als die Hälfte aller 1352 Brauereien in Deutschland haben ihren Sitz im Freistaat (616). Auf den weiteren Plätzen folgen Baden-Württemberg (189) und Nordrhein-Westfalen (128). Damit sind knapp drei Viertel (69 Prozent) der deutschen Brauereien in diesen drei Bundesländern ansässig.

Die Zahlen des Bundesamtes errechnen sich nach Angaben der Behörde aus dem versteuerten Absatz, sie enthalten deshalb auch Biermischungen. Alkoholfreies Bier und Malztrunk sind steuerfrei und zählen nicht dazu. Exporte sind ebenfalls ausgenommen.

Von

dpa

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