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22.02.2016

11:35 Uhr

Bildungsmesse Didacta

Der Traum von der digitalen Schule

VonNoah Gottschalk

Deutsche Schulen haben großen Nachholbedarf, was digitales Lernen angeht. Die Technik ist vorhanden, wird aber kaum eingesetzt. Das nötige Geld fehlt. Wie sieht die Schule der Zukunft aus?

Wie sieht die Schule der Zukunft aus? Bleibt das Buch so präsent in deutschen Klassenzimmern wie jetzt? Experten gehen davon aus, dass es nie ganz verschwinden wird. dpa

Zukunft des gedruckten Lehrbuchs

Wie sieht die Schule der Zukunft aus? Bleibt das Buch so präsent in deutschen Klassenzimmern wie jetzt? Experten gehen davon aus, dass es nie ganz verschwinden wird.

KölnÜber das deutsche Bildungssystem wird viel diskutiert. Kommen die Schüler mit dem gestiegenen Druck durch das G8-Abitur zurecht? Wie viele Hausaufgaben sind angemessen, wann wird es zu viel? Fragen über Fragen, auch auf der Bildungsmesse Didacta in Köln wurde darüber diskutiert. Die Digitalisierung in der Schule konnte jedoch kein anderes Thema in den Hintergrund rücken.

Deutschland hinkt hinterher, was digitale Schulen angeht. An mangelnden technischen Möglichkeiten kann es nicht liegen. Die gibt es zuhauf, zum Beispiel eine Initiative des Elektronikkonzerns Samsung namens „Digitale Bildung neu denken“.

Schulklassen können digitale Projekte in einem Wettbewerb einreichen. So vertonte eine Schule aus Berlin die Zahl Pi. Eine irrationale Zahl, die keinerlei Muster in ihrer Ziffernfolge aufweist. Herausfinden wollten die Schüler, ob auch solche Zahlen harmonisch vertont werden können.

Digitale Kompetenzen ausbilden

Die ideale Schule

Engagierte Lehrer

...fordern 94 Prozent der Lehrer und 92 Prozent der Eltern.

Gut ausgebildete Lehrer

...fordern 85 Prozent der Lehrer und 83 Prozent der Eltern.

Gute Organisation des Schulalltags

...fordern 77 Prozent der Lehrer und 74 Prozent der Eltern.

Klassengröße

Kleine Klassen wünschen sich 76 Prozent der Lehrer und 80 Prozent der Eltern.

Förderung

Eine gezielte Förderung nach Begabung wünschen sich 75 Prozent der Lehrer und 78 Prozent der Eltern.

Platz

Geeignete Räumlichkeiten fordern 72 Prozent der Lehrer und 64 Prozent der Eltern.

Vorbereitung

Eine gute Vorbereitung auf das Berufsleben ist für 51 Prozent der Lehrer und 67 Prozent der Eltern ein wichtiger Faktor für die ideale Schule.

Fremde Kulturen

Die Möglichkeit zum Schüleraustausch ist für 27 Prozent der Eltern und 39 Prozent der Eltern wichtig.

Das Projekt wurde ausgezeichnet, die Klasse bekam für sechs Wochen ein komplettes digitales Klassenzimmer von Samsung zur Verfügung gestellt. Ausprobieren, wie digitaler Unterricht aussehen kann, das ist das Ziel der Initiative.

„Die Berufswelt fordert Kommunikation, Kreativität und den sicheren Umgang mit digitalen Medien. Diese Kompetenzen wollen wir ausbilden und fördern“, sagt eine Vertreterin der Initiative. Auch die Politik habe endlich verstanden, dass „Medienkompetenz sehr wichtig ist“, so die Vertreterin weiter. „Aktuell gibt jedoch die Industrie die Impulse. Wie immer in der Bildung, wird auch der Digitalisierungsprozess noch sehr lange dauern.“

Erste Erfolge aber lassen sich schon verbuchen. Dr. Stephan Kyas, Projektleiter Sekundarstufen beim Bildungsmedienverlag Westermann Gruppe, beobachtet eine „sinkende Skepsis gegenüber digitalen Angeboten im Unterricht“.

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