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21.07.2012

01:39 Uhr

Blutbad bei US-„Batman“-Premiere

Amokläufer tötet 12 Kinobesucher

VonNils Rüdel, Martin Dowideit

Bei der Premiere des neuen „Batman“-Films in den USA tötete ein Amokläufer 12 Menschen. Präsident Obama reagiert geschockt. Die Vorstellung in Paris wurde abgesagt – und auch in Deutschland werden Vorkehrungen getroffen.

Tote bei "Batman"-Premiere

Verdächtiger nach Amoklauf im Kino festgenommen

Tote bei "Batman"-Premiere: Verdächtiger nach Amoklauf im Kino festgenommen

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Denver/WashingtonEs war ein lang erwartetes Ereignis. Überall in Amerika waren in der Nacht zu Freitag die Kinosäle voll mit jungen Leuten, teilweise verkleidet. Sie konnten es nicht erwarten, die Premiere des neuen Batman-Films „The Dark Knight Rises“ zu sehen. Im Century 16 Theater im Städtchen Aurora, Colorado, wurde der Kinobesuch zur tödlichen Falle: Kurz nach Mitternacht eröffnete ein Attentäter im Saal 9 das Feuer, tötete 12 Menschen  und verletzte mehrere Dutzend weitere.

Der 24-jährige Mann, der später festgenommen wurde, hatte sich offenbar gut vorbereitet für ein Attentat. Laut Augenzeugen war er bewaffnet mit zwei Pistolen und einem Gewehr und ausgerüstet mit Helm und schusssicherer Weste. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung im US-Staat Colorado stießen die Sicherheitskräfte am Freitag auf Sprengfallen.

Die Mitternachtsvorstellung eines Multiplex-Kinos hatte sich der Verdächtige für den Anschlag ausgesucht. dpa

Die Mitternachtsvorstellung eines Multiplex-Kinos hatte sich der Verdächtige für den Anschlag ausgesucht.

Nach dem Amoklauf wird über das mögliche Motiv des Täters spekuliert. Der junge Mann habe sein Haar rot gefärbt und sich selbst Joker genannt - wie der Bösewicht aus den Batman-Filmen, sagte der Polizeichef der Stadt New York, Raymond Kelly, der angab, über die Tat in der Stadt Aurora unterrichtet worden zu sein.

Eine weitere Parallele zu der Batman-Reihe: Der Protagonist Bruce Wayne entwickelt sich zu seinem Alter Ego, nachdem seine Eltern beim Verlassen eines Kinos von einem Kleinkriminellen erschossen wurden.

US-Präsident Barack Obama zeigte sich „geschockt und betrübt“ angesichts der „entsetzlichen und tragischen“ Schießerei und kehrte vorzeitig von einer Wahlkampfreise in Florida nach Washington zurück. Die Nation müsse „zusammenstehen als eine amerikanische Familie“, sagte Obama. Die Regierung werde alles tun, um die Menschen in Aurora zu unterstützen.

Auch sein designierter Herausforderer bei den Präsidentschaftswahlen im November, Mitt Romney, sagte Wahlkampfauftritte ab. Beide Politiker verzichten zudem vorerst darauf, in Colorado Wahlkampfspots zu senden. Obama ordnete an, als Zeichen der Trauer die US-Flaggen an allen öffentlichen Gebäuden, diplomatischen Vertretungen und Armeestützpunkten bis zum Abend des 25. Juli auf Halbmast zu setzen.

Kommentare (21)

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20.07.2012, 12:58 Uhr

Ein Vewirrter eben.

An einer Schießerei sind mindestens 2 Schützen beteiligt; sonst ist es keine. Sprachpflege, meine Herren!

Account gelöscht!

20.07.2012, 13:25 Uhr

Das sind die Folgen, wenn unschuldige und unbescholtene Bürger unbewaffnet und damit wehrlos (gemacht) sind. Man sieht, was 250 Polizisten ausrichten können: Nur Kosten verusachen, aber die Opfer waren durch sie nicht zu verhindern!

Privatier

20.07.2012, 13:40 Uhr

@Zeitzeuge
was wollen Sie damit sagen? Glauben Sie etwa, wenn die Bürger bewaffnet gewesen wäre, hätte es weniger Tote und Opfer gegeben?

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