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06.08.2012

19:06 Uhr

Blutbad

Neonazi soll Anschlag im Sikh-Tempel verübt haben

Nach dem Massaker in einem Sikh-Tempel in den USA herrscht Entsetzen und Trauer. Der Täter soll ein szenebekannter Neonazi und Ex-Mitglied der Armee gewesen sein. Die Behörden stuften die Tat als terroristischen Akt ein.

Trauer und Bestürzung

Schießerei in Sikh-Tempel

Trauer und Bestürzung: Schießerei in Sikh-Tempel

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Oak Tree, USADas Blutbad in einem Sikh-Tempel in den USA geht wohl auf das Konto eines szenebekannten Rechtsextremen. Bürgerrechtler der US-Organisation Southern Poverty Law Center (SPLC) bezeichneten den Angreifer am Montag als einen „frustrierten Neo-Nazi“, der seine Ideologie als Kopf einer rechtsextremen Band verbreitet haben soll.

Die Polizei identifizierte den Mann, der sich nach der Tötung von sechs Menschen selbst erschoss, als einen 40-jährigen ehemaligen Militärangehörigen. Die Behörden stuften die Tat als terroristischen Akt ein.

Der 40-jährige Wade P., der am Sonntag vor und in dem Gotteshaus in Oak Creek im US-Staat Wisconsin sechs Menschen erschossen habe, sei Mitglied der Streitkräfte gewesen, teilte die Staatsanwaltschaft in der Stadt Milwaukee mit. Aus Militärkreisen verlautete, der Mann sei vor seiner Entlassung im Jahr 1998 im Rang zurückgestuft worden.

Die Organisation SPLC verwies am Montag auf ein Interview, das Wade P. im Jahr 2010 einer rassistischen Website gab. Darin erklärte der 40-Jährige demnach, er sei seit 2000 in der rechtsextremen Musikszene aktiv und habe 2005 die Band End Apathy gegründet.

Die Ermittlungen in dem Fall führt nach Polizeiangaben das FBI, da von einem terroristischen Akt ausgegangen werde. „Er hat nichts gesagt, einfach angefangen zu schießen“, berichtete ein Mitglied der Gemeinde unter Berufung auf Augenzeugen. Gläubige erklärten, sie hätten den gut 1,80 Meter großen und kahlköpfigen Mann zuvor noch nie in dem Tempel gesehen. Er habe den Anschein erweckt, als verfolge er ein klares Ziel und wisse, wohin er vordringen wolle. Neben einem Polizisten befanden sich am Montag noch zwei weitere Personen in kritischem Zustand.

Kommentare (2)

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06.08.2012, 20:17 Uhr

Wenn man jeden xenophoben Volltrottel als Neonazi bezeichnet, dann laufen auf diesem Globus vermutlich 70 bis 80 Prozent Neonazis herum.

Edelzwicker

06.08.2012, 20:55 Uhr

In den USA gibt es sicher Nazis, aber NEOnazis in den USA? Was sollte das sein?

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