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27.07.2011

11:53 Uhr

Bombenalarm in Oslo

Entwarnung am Hauptbahnhof - Suche nach Breivik-Nachahmer

Der Bombenalarm am Osloer Hauptbahnhof hat sich als unbegründet erwiesen. Herrenloses Gepäck hatte die Sicherheitskräfte nervös gemacht. Die Polizei fahndet zudem nach einem möglichen Nachahmungstäter.

Angst am Osloer Bahnhof

Video: Angst am Osloer Bahnhof

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OsloDie norwegische Polizei hat den Bombenalarm am Hauptbahnhof in Oslo wieder aufgehoben. Die Sicherheitskräfte hätten nichts Verdächtiges gefunden und die vorübergehende Sperrung von Teilen des Bahnhofs wieder aufgehoben, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Ein Polizeisprecher sagte dem Fernsehsender TV2, der Bus, in dem ein verdächtiges Gepäckstück gefunden worden war, sei mit Hilfe von Spürhunden und Robotern durchsucht worden. Nach vorherigen Angaben des Sprechers war in dem Bus ein offenbar herrenloser Koffer gefunden worden. Außerdem sei ein Mann „auf eine komische Art und Weise“ aus dem Bus ausgestiegen, der vor dem Bahnhof geparkt war.

Nach Angaben eines Bahnvertreters handelte es sich um einen der Busse, die zurzeit die Bahnverbindung zum Osloer Flughafen ersetzen. Wie ein AFP-Reporter berichtete, hatte die Polizei den Eingang zum Hauptbahnhof zwischenzeitlich abgeriegelt, rund zehn Polizei- und drei Feuerwehrautos waren im Einsatz. Rund 200 Menschen mussten mit ihrem Gepäck vor dem Bahnhof warten.

Norwegens Behörden sind wegen der Terroranschläge vom Freitag in erhöhter Alarmbereitschaft. Bei den Attentaten im Regierungsviertel in Oslo und auf der Insel Utøya waren am Freitag insgesamt mindestens 76 Menschen getötet worden. Am Mittwoch fahndete die norwegische Polizei auch nach einem möglicherweise gewaltbereiten Verehrer des mutmaßlichen Attentäters Anders Behring Breivik. Der Mann identifiziere sich mit Behring Breivik und gelte als psychisch instabil und gefährlich, berichtete der Fernsehsender NRK am Mittwoch. Die Polizei veröffentlichte ein Foto des 42-Jährigen, der nach einem Angriff auf eine Polizeistation erst am Montag aus dem Gefängnis freigelassen worden war. Polizeisprecher Per Thomas Omholdt sagte der Nachrichtenagentur AFP, es gebe keine direkte Verbindung zwischen dem Verdächtigen und den Anschlägen vom Freitag. Der Mann solle aber festgenommen und von einem Arzt untersucht werden.

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