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29.10.2013

21:56 Uhr

Bosporus-Verbindung

Bahntunnel verbindet jetzt Europa und Asien

In Istanbul ist der weltweit erste Transkontinentaltunnel eröffnet worden. Die 1,4 Kilometer lange Röhre unter dem Bosporus verbindet künftig Europa mit Asien. Der Tunnel soll Entlastung für Istanbul bringen.

Archivbild des Tunnels im Bau: Die Bahnverbindung unter dem Bosporus ist nun in Betrieb. dpa

Archivbild des Tunnels im Bau: Die Bahnverbindung unter dem Bosporus ist nun in Betrieb.

IstanbulNach mehr als neunjähriger Bauzeit sind Europa und Asien jetzt durch einen Bahntunnel auf dem Meeresgrund in Istanbul verbunden. Die türkische Staatsführung und internationale Ehrengäste weihten das Bauwerk am Dienstag zum 90. Jahrestag der Republikgründung ein. Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan sprach von einem „Jahrhundertprojekt“. Die „Marmaray“-Verbindung durch den Bosporus soll stündlich bis zu 75.000 Menschen befördern.

Der Tunnel durchquert die Meerenge in 56 Metern Tiefe und auf einer Länge von 1,4 Kilometern. Dieser Teil der Interkontinental-Fahrt dauert nur vier Minuten. Die Verbindung soll dazu beitragen, den Verkehrsinfarkt in der Millionenmetropole abzuwenden.

Zu dem Bauwerk gehört eine Schienenstrecke durch Stadtteile Istanbuls auf beiden Kontinenten. Zunächst soll nur die Unterquerung der Meerenge mit einer S-Bahn in Betrieb gehen. Von 2015 an soll der Tunnel auch für den Fernverkehr von Zügen genutzt werden und dann die erste normalspurige Verbindung zwischen Europa und Asien sein.

Erdogan sagte bei der feierlichen Eröffnung, mit „Marmaray“ werde ein 150 Jahre alter Traum Wirklichkeit. Er kündigte an, die ersten 15 Tage könne die neue Verbindung kostenlos genutzt werden.

Das 13,6 Kilometer lange Bauwerk - 1,4 Kilometer davon unter Wasser - zählt zu den weltweit größten Infrastrukturprojekten der vergangenen Jahre. Die türkische Regierung hofft, den Bahntunnel später als Teil einer „eisernen Seidenstraße“ betreiben zu können, über die Verkehr zwischen China und Europa laufen könne.

Das „Marmaray“-Projekt kostet mehr als 2,5 Milliarden Euro und wurde von einem japanisch-türkischen Konsortium verwirklicht. Siemens lieferte die gesamte Signal- und Leittechnik für „Marmaray“. BASF steuerte ein Zusatzmittel für einen Spezialbeton bei. Der Tunnel ist nach Angaben der Konstrukteure auch bei schweren Erdbeben noch sicher, woran unabhängige Experten allerdings Zweifel äußerten. Istanbul ist stark erdbebengefährdet.

Beim Bau waren zahlreiche archäologische Funde gemacht worden, die die Arbeiten verkomplizierten. „Marmaray“ ist ein Kunstwort aus Marmara, dem in den Bosporus übergehenden Binnenmeer, und „ray“, dem türkischen Wort für Gleis.

Von

dpa

Kommentare (2)

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BER

30.10.2013, 09:50 Uhr

Von den Türken lernen heißt Siegen lernen!
Mein Gott, was sind wir Stümper! BER und S21 kosten ein Vielfaches davon und werden nie fertig, da sind 2.5Mrd ein Schnäppchen! Armes Deutschland!

Account gelöscht!

30.10.2013, 12:52 Uhr

Und heute hat dieser Tunnel schon eine Panne. Immer abwarten mit dem Jubeln.

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