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14.02.2012

14:46 Uhr

Brandstiftung auf A57

Beschädigte Brücke wird teil abgerissen

Brandstifter, die unter einer Brücke zündelten, haben einen verhängnisvollen Unfall auf der A57 ausgelöst: Starker Rauch soll die Sicht so stark behindert haben, dass es zur Massenkarambolage kam. Ein Mensch starb.

Massenkarambolage auf der A57

Video: Massenkarambolage auf der A57

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Dormagen/DüsseldorfVermutlich Brandstifter haben auf der Autobahn 57 zwischen Köln und Düsseldorf eine Massenkarambolage mit einem Toten und 13 Verletzten ausgelöst. Unter einer Brücke waren in der Nacht zu Dienstag Plastikrohre in Brand geraten. Der dichte Rauch nahm den Autofahrern die Sicht, sechs Laster und 15 Personenwagen krachten ineinander. „Wir gehen aufgrund der Umstände davon aus, dass wir eine Brandstiftung haben müssen“, sagte Polizeisprecher Andreas Czogalla. Die Polizei ermittele in diese Richtung.

Die vielbefahrene Autobahn wurde zwischen Dormagen und dem Autobahnkreuz Neuss-Süd in beide Richtungen gesperrt. Die Brücke droht nach ersten Einschätzung von Statikern einzustürzen. Es seien Betonbrocken abgeplatzt, sagte der Sprecher von Straßen NRW, Bernd Löchter. Die Bauexperten untersuchen die Standfestigkeit der Brücke, die abgestützt wird. „Wir sind nicht besonders hoffnungsvoll“, sagte Löchter. Der Brückenteil in Fahrtrichtung Köln müsse wahrscheinlich abgerissen werden.

Feuerwehrmänner sichern bei Dormagen Unfallwagen. dapd

Feuerwehrmänner sichern bei Dormagen Unfallwagen.

Die brennenden Plastikrohre waren auf einem asphaltierten Feldweg unter der Brücke gelagert. Es sei nicht denkbar, dass sich die Rohre selbst entzündet hätten, sagte der Polizeisprecher. Brandsachverständige seien vor Ort. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf mehrere hunderttausend Euro. Bei dem Toten handelt es sich nach Angaben der Polizei um einen 29 Jahre alten Mann aus Jüchen, zwei Unfallopfer wurden schwer verletzt.

Am Mittag wurde mit der Bergung der Unfallfahrzeuge begonnen. Die Lastwagen wurden mit einer Seilwinde von der Brücke gezogen. Schweres Bergungsgerät konnte wegen der Einsturzgefahr nicht eingesetzt werden.

Von

dpa

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