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17.01.2008

16:14 Uhr

Bröckelnde Stuckengel

Élysée-Palast? Eine Bruchbude!

Der Élysée-Palast, klangvoller Amtssitz des französischen Präsidenten, ist zu einer lebensgefährlichen Bruchbude verkommen: Ein ausländischer Staatsgast wurde kürzlich fast von einem bröckelnden Stuckengel erschlagen. Kein Wunder, ist doch die letzte Renovierung des einstigen Prunkgebäudes schon Jahrzehnte her.

Élysée: Palast oder Bruchbude? Foto: AP ap

Élysée: Palast oder Bruchbude? Foto: AP

HB PARIS. Den peinlichen Vorfall mit dem Staatsgast vertraute Sarkozys Kabinettschefin Emmanuelle Mignon am Donnerstag der Zeitung „Le Figaro“ an. Der Amtskollege des Präsidenten habe sich im Salon der Botschafter aufgehalten, als sich ein Brocken des Engels gelöst habe und knapp neben dem Gast zu Boden gefallen sei.

Der Grund: „Seit 35 Jahren gab es hier keinerlei Renovierungsarbeiten“, sagte Mignon. Schadhafte Steine aus dem morschen Prachtbau des 18. Jahrhunderts müssten immer wieder mit Kränen ersetzt werden. Damit soll bald Schluss sein, schließlich ist die designierte première Dame des Landes, Carla Bruni, bereits in den Élysée gezogen. Kabinettsleiterin Mignon bestellte jetzt ein Gutachten über den beklagenswerten Zustand des Präsidentensitzes. Im März soll der Bericht vorliegen, damit die Renovierung beginnen kann.

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