Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

17.06.2012

14:38 Uhr

Büro in der Hauptstadt

Wulff richtet sich neues Leben in Berlin ein

Der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff hat sich laut einem Medienbericht ein neues Leben in Berlin eingerichtet. Ein „provisorisches Büro“ nutzt er zwei bis drei Tage pro Woche - und übernachtet dann bei Freunden.

In diesem Gebäude soll Christian Wulff ein neues Büro bezogen haben. dapd

In diesem Gebäude soll Christian Wulff ein neues Büro bezogen haben.

BerlinDer frühere Bundesspräsident Christian Wulff richtet sich nach seinem Rücktritt langsam ein neues Leben ein. Wie "Bild am Sonntag" berichtete, bezog Wulff ein provisorisches Büro in einem Bundestags-Altbau in Berlin-Mitte - und zwar in jenem Gebäude, im dem einst Margot Honecker ihren Dienstsitz als DDR-Ministerin hatte. Für zwei bis drei Tage pro Woche fahre Wulff aus Niedersachsen nach Berlin und wohne dann bei Freunden oder im Hotel. Mit einigen der Freunde koche er abends gemeinsam - so wie am 8. März dieses Jahres nach dem Zapfenstreich zu seiner Verabschiedung am Schloss Bellevue.

"Bild am Sonntag" beruft sich in ihrem Bericht auf Informationen aus dem Umfeld des früheren Präsidenten. Freunde beschrieben Wulff demnach als "gut gelaunt und mit sich im Reinen". Auch politisch sei Wulff aktiv. So habe er sich am Freitag in Berlin mit dem tschechischen Präsidenten Vaclav Klaus getroffen - auf dessen Wunsch hin. Zudem pflege er weiter Kontakte zum türkischen Staatspräsidenten Abdullah Gül. Am Montag treffe sich Wulff mit dem türkischen Botschafter. Wulffs Frau Bettina arbeitet den Angaben zufolge an einem Buch.

Wulff war am 17. Februar nach Einleitung staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen wegen des Verdachts der Vorteilsnahme von seinem Amt zurückgetreten. Laut Bundespräsidialamt hat er Anspruch auf den Ehrensold in Höhe von jährlich 199.000 Euro, weil sein Rücktritt aus "politischen Gründen" erfolgt sei.

Von

afp

Kommentare (4)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Nirgendwer.

18.06.2012, 09:59 Uhr

Nicht das geringste bißchen Anstand, der Mann. Erst aufgrund persönlicher Verfehlungen zurücktreten, und dann das Ganze durch seinen langjährigen Bekannten im Amt "aus politischen Gründen" nennen lassen und sich so eine lebenslange Rente erschleichen. Absolut unwürdig!

Micha

18.06.2012, 10:43 Uhr

schön, dass der Junge weiter macht!!!

BILD sollte sich schämen!
Nich tohne Grund flie(g)ht Dielmann über den Teich....

mkn

18.06.2012, 13:30 Uhr

"...und übernachtet dann bei Freunden" - erinnert mich das an etwas? mmmmh, es gibt gewisse Konstanten im Leben eines jeden... ich denke, man sollte noch bischen was auf die 199.000 Euro drauf legen, damit er sich immer ein Hotel oder eine kleine Wohnung leisten kann.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×