Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.07.2014

15:58 Uhr

Bus-Tragödie bei Dresden

Zahl der Toten steigt auf elf

Es ist das schwerste Busunglück in Deutschland seit Jahren: Die Kollision eines polnischen Reisebusses und einem Kleinbus hat zehn Menschenleben gefordert. Dutzende wurden verletzt. Wer trägt die Schuld?

Verheerende Schäden: Die Unfallstelle des schweren Busunglücks an der A4 bei Dresden-Neustadt. dpa

Verheerende Schäden: Die Unfallstelle des schweren Busunglücks an der A4 bei Dresden-Neustadt.

DresdenDie Zahl der Toten des schweren Busunglücks auf der Autobahn 4 in Dresden ist auf elf gestiegen. Auch der letzte Insasse des Kleinbusses sei gestorben, sagte Lorenz Haase von der Dresdner Staatsanwaltschaft am Montag der Nachrichtenagentur dpa. Acht der Todesopfer - drei Frauen und fünf Männer zwischen 32 und 75 Jahren - sind polnische Staatsbürger, die drei anderen noch nicht identifiziert.

Übermüdung des Fahrers soll Auslöser des schweren Busunglücks in Dresden mit zehn Toten gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft beantragte am Sonntag Haftbefehl gegen den 44-jährigen Fahrer des verunglückten Doppeldecker-Busses, das Amtsgericht Dresden lehnte dies jedoch am Abend ab. Für die Ermittler steht der Pole im Verdacht der fahrlässigen Tötung und Körperverletzung.

Bei dem verheerenden Unfall fuhr der polnische Dopppeldecker, der nach Westen unterwegs war, in der Nacht zum Samstag gegen 2 Uhr morgens auf einen Reisebus aus der Ukraine auf. Durch die Wucht des Aufpralls schleuderte er über die Autobahn und raste durch die Leitplanke auf die Gegenfahrbahn. Dort krachte er in einen polnischen Kleinbus, stürzte etwa zehn Meter eine Böschung hinunter und überschlug sich.

Die Staatsanwaltschaft vermutet Übermüdung als Grund für das Unglück und beantragte den Haftbefehl wegen Fluchtgefahr. Dieser Haftgrund gegen den Mann, der noch im Krankenhaus liegt, wurde vom Gericht nicht anerkannt. „Wir hatten es so gesehen, dass er sich auf Grund der hohen Straferwartung einem Gerichtsverfahren in Deutschland nicht stellen würde“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Lorenz Haase der dpa. Gegen den Mann werde weiter ermittelt. Sollte Anklage erhoben werden, werde ihm diese in Polen zugestellt.

Busunglück bei Dresden: „Solche Bilder vergisst man nicht mehr“

Busunglück bei Dresden

„Solche Bilder vergisst man nicht mehr“

Zehn Tote gab es bei einem schweren Busunfall auf der A4 bei Dresden. Ein Reisebus durchbrach die Mittelplanke und prallte gegen einen Kleinbus. Rettungskräfte berichten von grausigen Bildern.

Nach der Katastrophe bot die Autobahn ein Bild des Grauens: Ein zerfetztes Kleinbus-Wrack, abgerissene Leitplanken, über die Fahrbahn verstreute Trümmer und der eine Böschung hinabgestürzte Doppeldecker waren zu sehen.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Rene Benedikt

21.07.2014, 08:23 Uhr

Wird Zeit das die Maut kommt, wenn man das so liest, meint man Dreseden gehört schon zu Polen. Was da an Osteuropäern sich tummelt.

Das der fahrer nicht verhaftet wird kann auch nur in Bananendeutschland passieren. Wenn das Unglück auf Französischer Seite passiert wäre, wäre der Fahrer sofort in ein verhaftet worden bzw sobald er gesundheitlich in der Lage gewesen wäre.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×