Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.07.2013

16:02 Uhr

Busunglück in Italien

38 Menschen stürzen in den Tod

Es sollte ein fröhlicher Wochenendausflug werden, doch für dutzende Menschen wurde es eine Fahrt in den Tod. Ihr Bus stürzte 30 Meter tief in eine Schlucht. Über die Unglücksursache rätseln die Ermittler noch.

Mindestens 36 Tote bei Busunglück in Italien

Video: Mindestens 36 Tote bei Busunglück in Italien

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

RomBei einem der schwersten Busunglücke Italiens sind dutzende Menschen mit ihrem Reisebus in eine Schlucht gestürzt, 38 kamen ums Leben. Auf dem Rückweg von einem Wochenendausflug war der Reisebus am späten Sonntagabend nahe Neapel von einer Autobahnbrücke 30 Meter tief in einen Abgrund gefallen, wie die Polizei am Montag mitteilte. Zehn Mitglieder der Reisegruppe überlebten den Horror-Unfall schwer verletzt. Auch mehrere Kinder waren an Bord.

Der Bus mit insgesamt 48 Insassen war ersten Ermittlungen zufolge gegen 20.30 Uhr mit großem Tempo in ein Stau-Ende gerast und hatte mehrere Autos gerammt. Dann durchbrach er eine Leitplanke und stürzte in eine Schlucht. In dem unwegsamen Gelände war die Bergung der Opfer besonders schwierig. In den gerammten Autos wurden neun Menschen leicht verletzt.

Bahnunfall in Spanien: Lokführer des Unglückszugs wird vernommen

Bahnunfall in Spanien

Lokführer des Unglückszugs wird vernommen

Nach dem verheerenden Zugunglück in Spanien steht die Frage im Mittelpunkt: Wie konnte das passieren? Dazu soll am Freitag der Lokführer befragt werden. Allerdings nicht unbedingt als Zeuge.

Die Unglücksursache war zunächst noch unklar, vieles deutete aber auf einen technischen Defekt hin. Augenzeugen berichteten von einem geplatzten Reifen und Problemen mit den Bremsen. Ein Arbeiter an der Autobahn sah den Bus vor dem Unglück mit überhöhter Geschwindigkeit und geöffneter Tür vorbeirasen. Der Fahrer soll zudem gegen die Leitplanke gefahren sein und so versucht haben, den Bus zu bremsen.

Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung ein. Die Leiche des Fahrers solle auf Alkohol- und Drogenrückstände untersucht werden, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Im Fokus stehe aber nicht nur der Fahrer, sondern auch der Zustand der Straße und des Busses. Er sei im März bei der Inspektion gewesen, sagte Verkehrsminister Maurizio Lupi. Die Staatsanwaltschaft beschlagnahmte alle Unterlagen zu dem Bus und Bilder aus Überwachungskameras an der Autobahn.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×