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01.03.2004

07:11 Uhr

Charlize Theron als beste weibliche Hauptdarstellerin gekürt

"Herr der Ringe" mit elf Oscars ausgezeichnet

Der „Herr der Ringe“ hat bei der 76. Oscar-Verleihung richtig abgeräumt: Elf Oscars gewann der letzte Teil der Tolkien-Trilogie "Die Rückkehr des Königs". Zum besten Schauschieler gewählt wurde indes Sean Penn für die Hauptrolle in "Mystic River".

"Der Herr der Ringe" gewann in zehn Kategorien.

Peter Jackson gewann auch den wichtigen "Regisseur"-Oscar. Foto: dpa

HB HOLLYWOOD. Bei der 76. Verleihung der Filmpreise hat der letzte Teil der Tolkien-Trilogie „Die Rückkehr des Königs“ alle elf Trophäen gewonnen, für die er nominiert war. Regisseur Peter Jackson lieferte mit seinem Epos nach Meinung der Oscar-Juroren nicht nur den besten Film ab, sondern auch die beste Regiearbeit.

Für die Schauspielerpreise war die „Ringe“-Saga hingegen nicht nominiert, dort triumphierten andere. Sean Penn wurde zum besten Schauspieler gewählt. Die Filmkunst-Akademie zeichnete den 43- Jährigen für die Hauptrolle in dem gesellschaftskritischen Krimi „Mystic River“ aus, bei dem Clint Eastwood Regie führte. Den Oscar für die beste weibliche Hauptrolle bekam die Südafrikanerin Charlize Theron (28) für ihre Darstellung einer lesbischen Serienmörderin im Film „Monster“. Nebendarsteller-Oscars gingen an Tim Robbins für „Mystic River“ und Renée Zellweger für ihren Part in dem Bürgerkriegsepos „Unterwegs nach Cold Mountain“.

Sofia Coppola (32), Tochter von Starregisseur Francis Ford Coppola, bekam einen Oscar als Drehbuchautorin für ihre melancholische Komödie „Lost in Translation“. Das mit zehn Nominierungen angetretene Seefahrerabenteuer „Master & Commander“ mit Russell Crowe in der Hauptrolle bekam zwei Oscars: für die besten Ton-Effekte und die beste Kameraführung. Bester Trickfilm wurde erwartungsgemäß der erfolgreiche Animationsstreifen „Findet Nemo“. Komödienregisseur Blake Edwards erhielt den Ehren-Oscar für sein Lebenswerk. Der mit warmem Beifall gefeierte 81-Jährige bedankte sich bei allen „Freunden und Feinden“. Edwards hat unter anderem Kassenschlager wie „Frühstück bei Tiffany“ und die Filmserie „Der rosarote Panther“ inszeniert.

Die deutschen Filmemacher gingen leer aus: Der junge Kurzfilmregisseur Florian Baxmeyer (29) musste sich mit seinem Kurzfilm „Die rote Jacke“ einem US-Streifen geschlagen geben. Ebenso zerplatzten die Oscar-Träume der in New York lebenden Dokumentarfilmerin Katja Esson (38), die mit „Ferry Tales“ in der Kategorie Kurzdokumentationen angetreten war. Bester ausländischer Film wurde die kanadisch-französische Produktion „Die Invasion der Barbaren“. Ein deutscher Film war in diesem Jahr nicht vertreten, nachdem im vergangenen Jahr noch Caroline Link mit „Nirgendwo in Afrika gewonnen hatte.

Der „Herr der Ringe“ räumte neben den Hauptpreisen Film und Regie zum dritten Mal in Folge in der Kategorie Spezialeffekte ab. Außerdem gab es Oscars für Ausstattung, Kostüme, Make-up, Ton, Filmmusik, den besten Song, den besten Schnitt und das beste adaptierte Drehbuch.

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