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21.08.2014

08:25 Uhr

China

Menschenrechtler fordern Hinrichtung eines Deutschen zu verhindern

In China wurde ein Deutscher erstmals zur Todesstrafe verurteilt. Menschenrechtler fordern die Hinrichtung zu verhindern und appellieren an die Bundesregierung. Die Erfolgsaussichten sind allerdings gering.

Bundeskanzlerin Angela Merkel während einer Podiumsdiskussion in China. Die Bundesregierung hatte am Vortag versichert, „alles in ihrer Macht stehende“ tun zu wollen. dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel während einer Podiumsdiskussion in China. Die Bundesregierung hatte am Vortag versichert, „alles in ihrer Macht stehende“ tun zu wollen.

PekingNach dem Todesurteil wegen Doppelmordes gegen einen 36-jährigen Deutschen in China haben Menschenrechtsgruppen dazu aufgerufen, eine Exekution zu verhindern. „Es ist wichtig, dass die Bundesregierung alle möglichen Kanäle ausschöpft, dass es nicht zu dieser Hinrichtung kommt“, sagte die Asienexpertin von Amnesty International Verena Harpe der Nachrichtenagentur dpa. Der Mann aus Oberbayern wäre der erste Deutsche, der in der Volksrepublik China hingerichtet würde.

Auch die Forscherin Maya Wang von Human Rights Watch aus Hongkong sprach sich am Donnerstag gegen die Todesstrafe als „schon an sich unumkehrbare, inhumane Bestrafung“ aus. Unabhängig davon, ob der Deutsche Berufung einlegt oder nicht, müsse das Urteil vom Obersten Gericht in Peking bestätigt werden, sagte Wang der dpa. Wie lange es bis zur möglichen Vollstreckung dauern werde, sei unklar.

Drei Jahre nach dem Prozess hatte das Mittlere Volksgericht in der südostchinesischen Stadt Xiamen den 36-Jährigen am Dienstag wegen des Doppelmordes 2010 an seiner Ex-Freundin aus Münchner Studienzeiten und deren Lebenspartner zum Tode verurteilt. Die Bluttat mit einem Messer und Hammer geschah auf offener Straße vor Zeugen. Der Mann aus dem hat noch nicht entschieden, ob er in Revision geht.

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