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02.01.2006

20:55 Uhr

Chronik

Hintergrund: Nicht das erste Mal stürzt ein Dach ein

Beim Einsturz einer Eissporthalle im bayerischen Bad Reichenhall sind am Montag zahlreiche Menschen unter Trümmern begraben worden und mindestens drei ums Leben gekommen.

HB FRANKFURT/MAIN. In den vergangenen Jahren gab es in Deutschland mehrere Fälle eingestürzter Dächer öffentlich zugänglicher Gebäude, wobei glücklicherweise nicht immer Menschen ums Leben kamen.

6. Dezember 2005: Bei Bauarbeiten stürzt ein 40 Tonnen schwerer Mobilkran mit seinem Auslager auf das Dach eines Kindergartens in Bornheim bei Bonn. Ein zweijähriges Kind wird leicht verletzt, die übrigen rund 50 Kinder und ihre Betreuerinnen haben Glück im Unglück.

6. Dezember 2005: In Duisburg stürzt das Dach eines Supermarktes ein. Da der Unfall in der Nacht passiert, hielt sich niemand in dem Gebäude auf, so dass keine Personen zu Schaden kamen.

21. April 2004: Im niedersächsischen Bückeburg stürzt das Dach einer Einkaufshalle auf einer Länge von rund 100 Metern ein. Ein Hochregal verhindert, dass das aus Leichtmetall und Holz konstruierte Dach aus knapp acht Metern Höhe in die Geschäftsräume fällt. Hauptsächlich betroffen ist ein Supermarkt, in dem sich zum Zeitpunkt des Unfalls 40 bis 50 Kunden befinden. Es entsteht hoher Sachschaden.

25. August 2000: Im Bayreuth stürzt das Dach einer Schulturnhalle ein. Da die Halle wegen der Schulferien geschlossen war, wurde niemand verletzt. Der Schaden wird auf 1,5 Mill. DM (770 000 Euro) geschätzt.

3. Mai 1999: Beim Einsturz des Daches eines kirchlichen Gemeindezentrums in Duisburg kommen vier Menschen ums Leben, 13 werden verletzt. Bei den Toten handelt es sich um zwei Schüler im Alter von 13 und 15 Jahren sowie zwei ehrenamtliche Gemeindemitarbeiter im Alter von 57 und 60 Jahren. Bei Abdichtungsarbeiten waren auf dem Flachdach 28 Tonnen Kies auf einer nur 118 Quadratmeter großen Fläche gelagert worden, wodurch das Dach unter der Belastung zusammenbrach. Die tonnenschwere Kieslast stürzte in einen Mehrzwecksaal, wo gerade eine Hausaufgabenbetreuung stattfand. Rund ein Jahr später müssen sich deswegen vor dem Duisburger Landgericht ein Dachdeckermeister und zwei Gesellen wegen fahrlässiger Tötung verantworten.

14. April 1998: In Lauf bei Nürnberg stürzt die Zwischendecke einer Sparkasse ein und verletzt acht Menschen. Das Unglück ereignet sich bei Bauarbeiten an der Gipsdecke im Vorraum des Geldinstituts.

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