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22.04.2015

14:23 Uhr

Comedian Tom Gerhardt

Online gegen den Immobilienklüngel

In einem YouTube-Video mimt Tom Gerhardt einen schmierigen Immobilienmakler und lässt kein Klischee aus. Mit dem Spot will sich eine Kölner Vermietungsgesellschaft gegen Korruption auf dem Immobilienmarkt positionieren.

Comedian Tom Gerhardt mimt den schleimigen Immobilienmakler. Screenshot

Mit Brille und Schmier-Matte

Comedian Tom Gerhardt mimt den schleimigen Immobilienmakler.

KölnIm dicken Porsche kommt er angefahren. Die Anzugjacke spannt über dem Bauch. Er ist ein Machtmensch, das merkt man sofort. Er hat die Macht über die Wohnungssuchenden: Eine schwangere Frau und ein älteres Ehepaar werden sofort aus der meterlangen Warteschlange aussortiert, mit zwei jungen Blondinen wird geschäkert. Ganz klar: In einem Video-Clip des Kölner Immobilienunternehmens GAG wird der Maklerjob von seiner schmierigsten Seite gezeigt.

Als Hauptdarsteller für ihren Kampagnen-Spot konnten die Kölner den deutschen Comedian Tom Gerhardt gewinnen. Er mimt zuerst den klischeehaften Immobilienmakler, dann tritt er als „Hausmeister Krause“ ins Bild und erklärt den Sinn des Spots, mit dem sich Kölns größte Wohnvermietungsgesellschaft gegen „Immobilienklüngel“ und Korruption positionieren und natürlich Werbung in eigener Sache machen will.

Bei YouTube wurde der Clip bereits rund 40.000 Mal angeklickt, bei Facebook weitere 80.000 Mal. Dort wird auch diskutiert. „Mutiger und witzig-makabrer Werbeclip“, schreibt ein Nutzer.

Aber viele andere (offenbar selbst Mieter der GAG) nutzen die Plattform erwartungsgemäß, um sich zu beschweren: „Super Werbung, aber die Wirklichkeit sieht anders aus“, schreibt einer. Hausmeister sehe man in den Objekten der GAG kaum.

Ein anderer Nutzer schimpft: „Wäre mal schön, wenn die ach so tolle GAG eine Mutter mit Kind nicht im Regen stehen lassen und diesen eine Wohnung anbieten würde. Eine Frechheit!“ Andere Mieter beschweren sich über den angeblich schlechten Zustand der GAG-Häuser und über die lange Wartezeit bei der Wohnungssuche.

Wie die Preise steigen

Die Berechnung

Das Institut der Deutschen Wirtschaft hat die Veränderung der Immobilienpreise in Deutschland analysiert. Als Datengrundlage diente die Preisentwicklung von Bestandswohnungen von Anfang 2010 bis zum dritten Quartal 2014.

München

Preisentwicklung: +47 Prozent

Berlin

Preisentwicklung: +41 Prozent

Hamburg

Preisentwicklung: +39 Prozent

Düsseldorf

Preisentwicklung: +32 Prozent

Stuttgart

Preisentwicklung: +27 Prozent

Frankfurt am Main

Preisentwicklung: +26 Prozent

Köln

Preisentwicklung: +25 Prozent

Wir möchten wissen: Welche Erfahrungen mit Mauscheleien haben Sie auf dem vielerorts umkämpften Wohnungsmarkt als Mieter/Vermieter gemacht? Schreiben Sie uns bei Facebook

Von

tha

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