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04.01.2007

15:04 Uhr

Cornelia Funke

„Das Lächeln geht hier schneller“

VonKlemens Kindermann

Cornelia Funke ist die "deutsche J.K. Rowling". Im Interview spricht die Autorin über ihr aufregendes neues Leben in den USA, das überraschend erfreuliche Geschäft als Co-Produzentin in Hollywood und den Abschluss ihrer großen "Tintenherz"-Trilogie.

Beim Lesen von Cornelia Funkes Tintenbücher können auch Manager noch etwas lernen. Foto: dpa dpa

Beim Lesen von Cornelia Funkes Tintenbücher können auch Manager noch etwas lernen. Foto: dpa

Handelsblatt: Frau Funke, Sie dürften mittlerweile die bekannteste Deutsche in den Vereinigten Staaten sein, vielleicht einmal abgesehen von Angela Merkel. Wie gehen Sie mit dieser Rolle um?

Cornelia Funke: Ich gebe zu, darüber denke ich nicht nach. Hier in Los Angeles läuft so viel Berühmtheit herum, dass mich nur meine Lesungen ab und zu an diese Rolle erinnern.

Das "Time Magazine" hat Sie 2005 unter die 100 einflussreichsten Menschen der Welt gewählt - aus Deutschland kamen sonst nur Michael Schumacher und der Papst.

Vermutlich, weil die "Time Magazine"-Redakteure Kinder hatten, die meine Bücher lesen - und weil es vielleicht als Macht begriffen wird, dass meine Geschichten von denen gelesen werden, die unsere Zukunft bestimmen werden.

Das Jahr 2007 könnte Ihr Jahr werden - der abschließende dritte Teil Ihrer großen "Tintenherz"-Trilogie erscheint. Wie weit sind Sie mit dem Schreiben?

Das Buch ist fertig, aber ich arbeite jedes Manuskript viermal durch, bevor ich es an den Verlag gebe. Zurzeit arbeite ich am dritten Durchgang - und in diesem Fall haben einige meiner Verleger und meine englische Übersetzerin es auch schon gelesen.

Die "Tintenherz"-Romane sind Fantasy-Literatur wie die Harry-Potter-Bücher. Oft werden Sie deshalb auch mit deren Autorin verglichen und als "deutsche J. K. Rowling" bezeichnet. Finden Sie das angebracht?

Oh, das nehme ich als Kompliment. Es ist nicht das Schlechteste, mit der erfolgreichsten Geschichtenerzählerin der Welt verglichen zu werden, und wir gehören eindeutig der gleichen Gilde an. Würde ich ihre Bücher nicht schätzen, wäre das natürlich anders.

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