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12.05.2015

18:33 Uhr

„Costa Concordia“

Die Verschrottung beginnt

Im Januar 2012 war die „Costa Concordia“ vor der Mittelmeer-Insel Giglio auf einen Felsen gefahren und havariert. 32 Menschen starben, darunter auch zwölf Deutsche. Nun hat das Unglücksschiff sein letztes Ziel erreicht.

In den kommenden Monaten werden etwa 250 Mitarbeiter damit beschäftigt sein, das Wrack zu verschrotten. dpa

Unglücksschiff vor Genua

In den kommenden Monaten werden etwa 250 Mitarbeiter damit beschäftigt sein, das Wrack zu verschrotten.

Genua/RomDas Unglückschiff „Costa Concordia“ kann endgültig verschrottet werden. Der Kreuzfahrtkoloss erreichte am Dienstag laut Nachrichtenagentur Ansa sein endgültiges Ziel im Hafen von Genua, wo das Schiff in den kommenden Monaten auseinandergebaut werden soll. Zuvor war das fast 300 Meter lange Wrack in einer komplizierten Abschleppaktion durch den Hafen der italienischen Stadt transportiert worden. Das Manöver hatte mehrere Stunden gedauert, acht Schlepper brachten die „Costa Concordia“ zu ihren neuen Liegeplatz.

In den kommenden Monaten werden nach Angaben des zuständigen Recycling-Konsortiums etwa 250 Mitarbeiter damit beschäftigt sein, das Wrack zu verschrotten. „Aus dem Schiff werden 55.000 Tonnen Stahl und 2000 Tonnen Kupfer wiedergewonnen“, sagte Chef Ferdinando Garrè. Insgesamt sollen 80 Prozent des Schiffes recycelt werden.

„Costa Concordia“

Gekentert

Am 13. Januar 2012.

Größe

290 Meter lang, 35 Meter breit

Geschwindigkeit

23 Knoten (43 Stundenkilometer)

Menschen an Bord

4200

Unglücksursache

Kollision mit einem Felsen im Mittelmeer

Folgen

Riss in der Bordwand, kentern, nun droht das Schiff abzurutschen.

Opfer

Mindestens sieben Tote und mindestens 29 Vermisste.

Die „Costa Concordia“ war im Januar 2012 vor der Mittelmeer-Insel Giglio auf einen Felsen gefahren und havariert, 32 Menschen starben. Unter den Opfern waren auch zwölf Deutsche. Vor zehn Monaten wurde das Schiff von Giglio nach Genua gebracht. Dort wurde nach Angaben des Recycling-Konsortiums seitdem die Einrichtung und andere Gegenstände von Bord entfernt, um das Wrack bis zu 10 000 Tonnen leichter für den Transport durch den Hafen zu machen.

Von

dpa

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