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12.02.2012

18:36 Uhr

Costa Concordia-Havarie

Spezialisten beginnen mit dem Abpumpen von Öl

Seit Wochen laufen die Vorbereitungen zum Anzapfen des auf Grund gelaufenen Kreuzfahrtschiffs Costa Concordia. Nun konnten Bergungsexperten mit dem Abpumpen des umweltschädlichen Schweröls beginnen.

Der Öltanker Elba (r) soll mithilfe einer Öl-Auffangplattform das Schweröl aus dem Kreuzfahrtschiff aufnehmen. Reuters

Der Öltanker Elba (r) soll mithilfe einer Öl-Auffangplattform das Schweröl aus dem Kreuzfahrtschiff aufnehmen.

RomEinen Monat nach der Havarie der „Costa Concordia“ hat das Abpumpen des Öls aus den Tanks des Schiffes begonnen. Die Arbeiten seien von Montag auf Sonntag vorverlegt worden, weil sich das Wetter gebessert hätte, teilten die Behörden am Sonntagabend mit. In den Tanks sind mehr als 2.300 Tonnen Treibstoff, überwiegend umweltschädliches Schweröl. Die Vorbereitungen für das Abpumpen laufen seit Wochen, schlechtes Wetter machte den Bergungsexperten der niederländischen Firma Smit aber stets einen Strich durch die Rechnung.

Das Abpumpen soll - vorausgesetzt das Wetter erlaubt es - etwa 28 Tage dauern. Der Beginn der Arbeiten sei das erste konkrete Zeichen der Verpflichtung von Behörden und Unternehmen, die Insel Giglio vor Umweltschäden zu schützen, hieß es in einer offiziellen Stellungnahme.

Arbeiten an der Costa Concordia gehen weiter

Video: Arbeiten an der Costa Concordia gehen weiter

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Beim Beginnen des Abpumpens war die See am Sonntag ruhig. Zunächst wurden die Pumparbeiten an sieben von 15 Tanks eingeleitet. Am Donnerstag waren dafür die technischen Voraussetzungen geschaffen worden. Für das Pumpen ist neben dem niederländischen Unternehmen Smit die italienische Firma Neri zuständig. Nach den Arbeiten soll das Wrack entsorgt werden. Dafür sind sieben bis zehn Monate veranschlagt.

Italiens Präsident Giorgio Napolitano drückte unterdessen bei einem Gedenkgottesdienst in Rom sein tiefes Bedauern über das Unglück aus. „Es war eine Tragödie“, sagte er am Sonntag in Rom. Der Staatschef sicherte den Angehörigen der Opfer seine Solidarität zu und lobte die Arbeit von Rettern und Tauchern. Diese hätten alles getan, um Überlebende zu retten und Tote zu bergen.

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