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26.07.2014

16:50 Uhr

„Costa Concordia“

Pünktlich zur Verschrottung

Die letzte Reise der „Costa Concordia“ läuft planmäßig. Der havarierte Kreuzfahrtriese soll in der Nacht zum Sonntag in Genua ankommen – wo das nächste komplizierte Manöver bevorsteht. Hunderte Zuschauer werden erwartet.

Die „Costa Concordia“ wird wohl pünktlich in Genua ankommen. Dort steht ihr vor dem Beginn des Abwrackens ein letztes riskantes Manöver bevor, wenn sie über mehrere Stunden und vor den Augen mutmaßlich hunderter Schaulustiger „eingeparkt“ wird. ap

Die „Costa Concordia“ wird wohl pünktlich in Genua ankommen. Dort steht ihr vor dem Beginn des Abwrackens ein letztes riskantes Manöver bevor, wenn sie über mehrere Stunden und vor den Augen mutmaßlich hunderter Schaulustiger „eingeparkt“ wird.

GenuaDas Wrack der havarierten „Costa Concordia“ ist bei seiner letzten Reise im Zeitplan und soll wie vorgesehen in der Nacht zum Sonntag den Abwrackhafen Genua erreichen. Am Samstagnachmittag war der Konvoi aus dem Kreuzfahrtschiff, mehreren Schleppern und Begleitbooten bereits in Sichtweite und noch rund 15 Seemeilen (etwa 27 Kilometer) vom Zielort entfernt. Nach einigen Stürmen und Regen in der Nacht zum Samstag war auch das Wetter wieder gut. Das Schiff sollte planmäßig in der Nacht zum Sonntag den Hafen erreichen.

Die Geschwindigkeit des Schiffs wurde auf der letzten Etappe sogar unter die bisherigen zwei Knoten (etwa 3,7 Stundenkilometer) gesenkt: Der Konvoi war am Samstagnachmittag noch mit etwa einem Knoten unterwegs. Das Tempo sollte in den folgenden Stunden weiter gedrosselt werden, damit das Schiff planmäßig in Genua ankommt. Dort soll es in den kommenden zwei Jahren in einem aufwendigen Prozess verschrottet und recycelt werden.

Das mehrstündige Manöver zur Einfahrt in den Hafen soll am frühen Sonntagmorgen beginnen. Es wurden Hunderte Zuschauer und auch Italiens Regierungschef Matteo Renzi in der ligurischen Hafenstadt erwartet. Die „Costa Concordia“ war mehr als zweieinhalb Jahre nach ihrer Havarie am Mittwoch vom Unglücksort vor der Insel Giglio abgeschleppt worden. Die gut 350 Kilometer lange Strecke nach Genua bewältigt sie mit Hilfe von Schleppern. Bei dem Unglück im Januar 2012 waren 32 Menschen gestorben, darunter auch zwölf Deutsche.

Von

dpa

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