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23.01.2012

21:35 Uhr

Costa Concordia

Taucher finden weitere Leichen im Kreuzfahrtschiff

Zehn Tage nach der Havarie der „Costa Concordia“ haben Taucher zwei weitere Leichen in dem gekenterten Kreuzfahrtschiff gefunden. Derweil laufen die Arbeiten zum Abpumpen des Schiffsdiesels auf Hochtouren.

Die Costa Concordia könnte eine Umweltkatastrophe auslösen. Reuters

Die Costa Concordia könnte eine Umweltkatastrophe auslösen.

GiglioZwei weitere Leichen sind am Montag laut italienischen Behörden aus dem Wrack des Kreuzfahrtschiffs „Costa Concordia“ geborgen worden. Der Zivilschutz erklärte, die Leichen der beiden Frauen seien im Internet-Café des Schiffs entdeckt worden. Die Zahl der bestätigten Todesopfer des Unglücks steigt damit auf 15.

Unter den bereits identifizierten Toten ist auch ein Mann aus Deutschland. 17 Menschen gelten offiziell als vermisst. Inzwischen gibt es jedoch Spekulationen über nicht registrierte Passagiere. Damit könnte sich die Zahl der Vermissten noch erhöhen.

Die Lage des Schiffes gilt inzwischen als stabil. Es drohe nicht mehr abzurutschen, teilte der Zivilschutz mit. Somit könne die Suche nach Vermissten fortgesetzt und auch mit der Entsorgung des Treibstoffs aus dem Schiff begonnen werden, sagte der Leiter des Zivilschutzes, Franco Gabrielli, am Montag.

Die Such- und Rettungsmission werde bis zum Abschluss weiter betrieben, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Dies gelte trotz der gesundheitlichen Bedenken für die Taucher aufgrund von sich zersetzenden Nahrungsmitteln.

Eine niederländische Spezialfirma bereitet das Abpumpen des Treibstoffs vor, um eine Umweltkatastrophe zu verhindern. Damit könne frühestens am (morgigen) Dienstag begonnen werden, hieß es.

Es wurde befürchtet, dass das Abpumpen von rund 2.200 Tonnen Schweröl aus den doppelwandigen Tanks eine Gewichtsverlagerung verursachen und die „Costa Concordia“ weiter abrutschen lassen könnte. Das Schiff liegt auf einem unterseeischen Felsvorsprung, von dem es rund 30 Meter in die Tiefe geht.

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