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06.02.2005

14:48 Uhr

Crosby, Stills, Nash & Young wollen sich wiedervereinigen

Die Rückkehr der Rock-Opas

Crosby, Stills, Nash & Young, eine der bekanntesten amerikanischen Rockbands der 70er Jahre, stehen vor einer Wiedervereinigung.

HB BERLIN. „Im Sommer wollen wir alle vier wieder zusammen spielen“, sagte David Crosby, Mitbegründer der Gruppe, dem „Tagesspiegel am Sonntag“. Vor kurzem hat Crosby gemeinsam mit Graham Nash erstmals nach 30 Jahren wieder ein Album mit neuen Songs aufgenommen. „Die Zusammenarbeit war traumhaft“, schwärmte Crosby, „eine der glattesten, die ich seit langem erlebt habe - anders als mit anderen Kollegen“. Der Seitenhieb gilt vor allem Stephen Stills. „Mit Stills streite ich mich jedes Mal, wenn wir uns sehen, und so wird es auch ewig weitergehen.“

Crosby und Nash, deren Band mit Stephen Stills und Neil Young vor gut 35 Jahren auf dem Woodstock-Festival ihren Durchbruch erlebte, touren in der kommenden Woche als Duo durch Deutschland. Begleitet werden sie von Crosbys Sohn James Raymond - den Crosby vor 40 Jahren zur Adoption freigegeben hatte und erst vor zehn Jahren wiedersah, als er gerade eine Lebertransplantation überlebt hatte. „Nach meiner Operation klingelte das Telefon“, erzählte Crosby. Am anderen Ende sei ein gewisser James Raymond gewesen, 30 Jahre alt, erfolgreicher Studiomusiker. „Es war wunderbar, ihn endlich zu treffen und herauszufinden, was für ein großartiger Junge er ist.“ Seitdem arbeiten die beiden zusammen.

Die Botschaft von Woodstock - Frieden, Liebe, Gleichberechtigung - sei von zeitloser Bedeutung, meinte Crosby. „Wir hatten doch damals mit den meisten Dingen Recht, für die man heute immer noch kämpfen muss: Wir hatten Recht, dass Frieden besser ist als Krieg. Wir hatten Recht mit der Gleichberechtigung aller Menschen.“ Trotzdem habe sich in den USA nicht viel geändert. „Ich liebe mein Land, aber ich hasse es, was unsere Regierung tut.“ Der Irakkrieg zeige: „Sie haben aus Vietnam nichts gelernt.“ Bush sei „ein Punk, ein gieriger, kurzsichtiger Ignorant, ohne Würde oder Intelligenz.“

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