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05.09.2012

18:08 Uhr

Dampfaustritt

Verletzte bei Zwischenfall in elsässischem Akw Fessenheim

Im französischen Atomkraftwerk Fessenheim nahe der deutschen Grenze ist am Mittwoch Wasserstoffperoxid-Dampf ausgetreten. Zwei Menschen erlitten leichte Verbrennungen. In dem Akw kommt es immer wieder zu Pannen.

Die Feuerwehr war mit rund 50 Einsatzkräften vor Ort. AFP

Die Feuerwehr war mit rund 50 Einsatzkräften vor Ort.

StraßburgBei einem Zwischenfall im französischen Atomkraftwerk Fessenheim nahe der deutschen Grenze sind am Mittwoch mehrere Menschen verletzt worden. Nach Angaben des Akw-Betreibers EDF erlitten zwei Menschen leichte Verbrennungen, als Wasserstoffperoxid-Dampf austrat. Die Feuerwehr war mit dutzenden Einsatzkräften vor Ort.

„Es handelt sich nicht um einen Brand, es ist ein kleines Problem“, erklärte EDF. Der Unfall habe sich nicht im Reaktorgebäude ereignet. Durch den Austritt des Dampfes sei vermutlich die Löschanlage aktiviert worden. Die beiden Verletzten seien „durch ihre Handschuhe hindurch“ verletzt worden.

Auch die Präfektur erklärte, es handle sich nicht um einen Brand. Vielmehr sei es zu einem Austritt von Wasserstoffperoxid-Dampf gekommen, als Wasserstoffperoxid in ein Reservoir eingeleitet worden sei und mit Wasser reagiert habe.

Die Feuerwehr war nach eigenen Angaben mit rund 50 Einsatzkräften vor Ort. Genaue Angaben zur Zahl der Verletzten und zur Schwere der Verletzungen konnte die Feuerwehr zunächst nicht machen.

AKW-Unfall an deutsch-französischer Grenze

Video: AKW-Unfall an deutsch-französischer Grenze

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Das im Elsass direkt am Rheinkanal an der deutschen Grenze gelegene umstrittene Atomkraftwerk ist seit rund 35 Jahren in Betrieb. In dem Akw kommt es immer wieder zu Pannen. Seine beiden Druckwasserreaktoren sind die ältesten noch in Betrieb befindlichen in Frankreich. Der neu gewählte französische Präsident François Hollande hatte im Wahlkampf die Schließung des Akw Fessenheim bis zum Jahr 2017 angekündigt.

Atomkraftgegner auf beiden Seiten des Rheins machen zunehmend Druck, um eine rasche Stilllegung des als besonders störanfällig geltenden Kraftwerks zu erreichen. Sie verweisen vor allem auf das Erdbebenrisiko im Rheingraben und die Gefahr einer Überschwemmung bei einem Bruch des Deichs, der das Akw vom Rheinkanal trennt.

Der französische Grünen-Politiker François de Rugy sagte am Mittwoch, der Zwischenfall „erinnert alle daran, dass die Atomenergie gefährlich ist“. Hollande müsse seine Zusage einhalten, Fessenheim zu schließen.

Von

afp

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