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12.06.2011

13:14 Uhr

Darmkeime

34 Ehec-Tote in Deutschland

Keine Entwarnung für Ehec-Patienten: Viele Schwerkranke brauchen neue Nieren. Weltweit steigt die Zahl der Todesopfer. Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner kündigt Konsequenzen für die Lebensmittelüberwachung an.

Sprossen haben es in sich: Ehec-Fahnder hatten am Samstag neue Beweise gegen die hoch verdächtigen Sprossen aus Bienenbüttel gefunden Quelle: dapd

Sprossen haben es in sich: Ehec-Fahnder hatten am Samstag neue Beweise gegen die hoch verdächtigen Sprossen aus Bienenbüttel gefunden

BerlinViele Ehec-Kranke werden lebenslang unter den Folgen der Epidemie leiden. „Etwa 100 Patienten sind so stark nierengeschädigt, dass sie ein Spenderorgan brauchen oder lebenslang zur Dauerdialyse müssen“, sagte SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach der „Bild am Sonntag“. Ärzte hatten zudem über schwere neurologische Schäden berichtet. Am Samstag machten Behörden zweifelsfrei Sprossen als Ehec-Infektionsquelle aus.

Bundesweit stehen etwa 8.000 Menschen auf der Warteliste für eine neue Niere - wegen ganz unterschiedlicher Krankheiten. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation keine 3.000 Nieren verpflanzt.
Der Darmkeim tötete weltweit inzwischen 35 Menschen, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitteilte. Darunter seien 34 Todesfälle in Deutschland und einer in Schweden. WHO-Expertin Zsuzsanna Jakab betonte, es sei der heftigste jemals in der Region Europa registrierte Ehec-Ausbruch.

Lauterbach warnte vor weiteren Infektionswellen in Deutschland: „ Ehec-Erreger sind weltweit auf dem Vormarsch. Auch in Deutschland wird es künftig immer wieder zu Ehec-Ausbrüchen kommen.“ Er kritisierte, dass die Erkrankungen teils per Post gemeldet würden und kündigte eine Untersuchung im Gesundheitsausschuss an.

Kommentare (1)

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jonathan

01.07.2011, 20:44 Uhr

ist es nicht beschämend das kein einziges wort von trost

gesprochen wird über das vlele leid was dieser ehec skandal
verursacht hat.nur geld.schade das kein politiker davon betroffen war.pfui teufel

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