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17.02.2014

15:29 Uhr

Datenauswertung

Facebook warnt vor dem Ende der Liebe

Wem Facebook Werbung für Partnerbörsen offeriert, der sollte mit der Liebsten sprechen, denn Facebook ahnt voraus, wann sich seine Nutzer trennen und verlieben. Jetzt präsentierte Facebook Statistiken zur Liebe im Netz.

Liebe auf Facebook: Weltweit verhalten sich Menschen ähnlich. dpa

Liebe auf Facebook: Weltweit verhalten sich Menschen ähnlich.

DüsseldorfWie lange hält die Beziehung und passe ich überhaupt zu meinem Partner? Wer früher versuchte, Antworten auf diese Fragen in Horoskopen oder Persönlichkeitstest zu finden, der kann sich jetzt auf empirische Daten stützen.

Facebook sei Dank, denn das Soziale Netzwerk veröffentlichte vergangene Woche, und damit pünktlich zum Valentinstag, Auswertungen zu Liebesleben und Nutzungsverhalten seiner Nutzer – anhand des Kommunikationsverhaltens. Nicht nur die Beziehungsdauer spielt da eine Rolle, sondern auch Religionszugehörigkeit oder Wohnort.

So kann Facebook mit Hilfe seiner Nutzerdaten nachverfolgen, dass vor dem Beginn einer Beziehung die Aktivität von gegenseitigen Postings stetig zunimmt. Wenn es dann endlich soweit ist, fällt die Aktivitätskurve wieder. Die Post-Single-Postings werden dafür aber umso emotionaler und liebevoller. Auch das kann das soziale Netzwerk mit Hilfe einer statistischen Methode erkennen.

Auf diese Liebes-Postings warten in den USA wahrscheinlich die meisten Menschen in Detroit, Los Angeles und New York. In den Städten leben laut Erhebung die meisten Singles. In Colorado Springs, El Paso und Lousville findet sich hingegen eine hohe Dichte an Paaren – laut Facebook.

Die Beziehungsstabilität richtet sich laut Statistik vor allem nach der Dauer der Partnerschaft – je mehr Krisen ein Paar hinter sich hat, desto länger hält die Beziehung, folgert die Data-Abteilung. Weitere Erkenntnisse liefert das Netzwerk zu der Dauer einer Beziehung in Verbindung mit zeitgeschichtlichen Ereignissen: Wer zum Beispiel in den Jahren der Finanzkrise mit seinem Partner zusammenkam, der läuft geringere Wahrscheinlichkeit, sich bald wieder zu trennen.

Auch um das Thema Religion macht das Netzwerk keinen Bogen und untersucht die Häufigkeit von gleichgläubigen Liebespaaren weltweit. Da haben Portugal und Rumänien die Nase vorn.

Aber jede noch so schöne Beziehung kann enden, das weiß auch Facebook und kann auch dazu mit Daten aufwarten: Trennt sich eine Person, steigt die Aktivität rund um den Trennungstag rapide an, um ganze 225 Prozent. Die Data-Abteilung bezieht sich dabei auf versendete Nachrichten und die Anzahl von Kommentaren und Postings in der Chronik des frischgetrennten Nutzers.

Mit den veröffentlichten Daten will Facebook laut eigenen Angaben nur Liebe verbreiten. Nutzer sollten aber lieber die Augen offen halten: Wer demnächst nach der Trennung Anzeigen für Eiscreme oder Partnerbörsen präsentiert bekommt, weiß was dahinter steckt.

Von

jos

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