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15.05.2012

17:41 Uhr

David McAllister

Unfreiwilliges Bad für Ministerpräsidenten

Nicht auf, sondern im Wasser endete eine Bootstour des niedersächsischen Ministerpräsidenten. Mit David McAllister kenterte sein halbes Kabinett sowie einige Journalisten.

Björn Tümmler, Fraktionsvorsitzender CDU, Umweltminister Stefan Birkner (CDU, dahinter) und Wirtschaftsminister Jens Bode (FDP, l) kentern am Dienstag auf einem Drachenboot auf dem Zwischenahner Meer. dpa

Björn Tümmler, Fraktionsvorsitzender CDU, Umweltminister Stefan Birkner (CDU, dahinter) und Wirtschaftsminister Jens Bode (FDP, l) kentern am Dienstag auf einem Drachenboot auf dem Zwischenahner Meer.

Spitzenpolitiker aus dem Gleichgewicht: Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) und mehrere Mitglieder seiner Regierungsmannschaft sind am Dienstag mit einem Drachenboot auf dem Zwischenahner Meer bei Oldenburg gekentert. Sie wurden von Rettern der DLRG aus dem 12 Grad kalten Wasser gefischt, berichteten Augenzeugen der Nachrichtenagentur dpa. Nach dem ersten Schreck hätten alle belustigt auf das Bad im kalten Meer reagiert. Auch größere Schäden gab es nicht zu vermelden - lediglich Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) habe über den Verlust seiner Zigaretten geklagt.

„Die Bugwelle eines Motorbootes hat das Drachenboot erwischt“, sagte McAllister. „Die Boote sind ja recht instabil und da ist es in Sekundenschnelle zur Seite gekippt.“ Der Untergang sei aber kein Symbol für die politische Zukunft von Schwarz-Gelb in Niedersachsen, versicherte er.

David McAllister (CDU) hält sich am Dienstag nach dem Kentern am Boot fest. dpa

David McAllister (CDU) hält sich am Dienstag nach dem Kentern am Boot fest.

Ein ähnliches Schicksal erlitt bereits am Montag Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU): Er kippte mit einem Bagger um. Der Minister hatte in Kempten beim Spatenstich zu einem Straßenneubau symbolisch die erste Schaufel Erde ausgehoben. Dabei gab der Boden nach und das 40 Tonnen schwere Fahrzeug kippte auf die Seite.

Herrmann habe während des Sturzes spontan den Zündschlüssel abgezogen, um die elektrischen Funktionen auszuschalten, sagte sein Sprecher am Dienstag. Dann habe er von innen versucht die Fensterscheibe aufzudrücken. Sicherheitskräfte hätten dabei geholfen, so dass der Minister aus der Fahrerkabine steigen konnte - nahezu unverletzt. Herrmann habe Schrammen im Gesicht und an den Händen, zudem sei sein linker Knöchel verstaucht. Der Minister werde in Zukunft wieder zum „guten bayerischen Spaten“ greifen, statt eine Baggerschaufel zu bedienen.

Von

dpa

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