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07.07.2011

03:26 Uhr

Der Fall DSK

Staatsanwälte lehnen Rückzug ab

Die US-Staatsanwaltschaft sieht die Glaubwürdigkeit der Belastungszeugin gegen Strauss-Kahn beschädigt. Der Opferanwalt fordert deswegen die Einsetzung eines Sonderanklägers. Das aber lehnt die US-Justiz ab.

Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn. Quelle: dapd

Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn.

New YorkDie US-Staatsanwälte im Verfahren gegen den früheren IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn haben einen Rückzug strikt abgelehnt. Eine solche Forderung der Anwälte des mutmaßlichen Opfers sei „absolut unbegründet“, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Mittwoch in New York.

Auch einer Einsetzung eines Sonderstaatsanwaltes erteilte sie eine Absage. Strauss-Kahn wird versuchte Vergewaltigung einer Hotelangestellten zur Last gelegt. Allerdings hat die Staatsanwaltschaft selbst erhebliche Zweifel an der Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers.

Der Rechtsanwalt der Frau forderte Staatsanwalt Cyrus Vance in einem Reuters vorliegenden Brief auf, sich wegen Befangenheit freiwillig von dem Verfahren zurückzuziehen. Er warf der Staatsanwaltschaft vor, sie habe Informationen über seine Mandantin an die Öffentlichkeit gebracht, die ihr schadeten.

Wegen der Zweifel der Staatsanwaltschaft ist Strauss-Kahn nach mehreren Tagen in Untersuchungshaft und anschließendem Hausarrest inzwischen wieder auf freiem Fuß.

Seine Anwälte und die Staatsanwaltschaft trafen sich am Mittwoch zu einem zweistündigen Gespräch. Die Staatsanwaltschaft teilte im Anschluss lediglich mit, die Untersuchung laufe weiter. Es seien keine Entscheidungen getroffen worden. Die nächste Anhörung vor Gericht ist für den 18. Juli geplant.

Von

rtr

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