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14.08.2013

17:59 Uhr

Details noch unklar

Frachtflugzeug von UPS zerschellt – Piloten sterben

Ein Frachtflugzeug des Logistikkonzerns UPS ist am Mittwoch in der Nähe des Flughafen Birmingham im US-Bundesstaat Alabama abgestürzt. Airbus will ein Expertenteam schicken, der Grund des Absturzes ist noch unklar.

In Birmingham (Alabama) ist eine Maschine von UPS abgestürzt: „Es ist ein grauenvoller Anblick“. ap

In Birmingham (Alabama) ist eine Maschine von UPS abgestürzt: „Es ist ein grauenvoller Anblick“.

Washington/ParisBeim Absturz eines UPS-Frachtflugzeugs sind im US-Staat Alabama der Pilot und der Co-Pilot ums Leben gekommen. Die Airbus-Maschine vom Typ A300-600F stürzte beim Anflug auf den Flughafen der Stadt Birmingham auf ein Feld, zerbrach in zwei Teile und ging in Flammen auf. Sie war nach Behördenangaben in Louisville im US-Bundesstaat Kentucky gestartet.

Wie es zu dem Absturz kommen konnte, blieb zunächst unklar. Der europäische Flugzeughersteller Airbus kündigte an, ein Expertenteam an die Unglücksstelle zu schicken. Die zweistrahlige Maschine war erst 2003 ausgeliefert worden und hatte rund 11.000 Flugstunden absolviert. Neben Airbus sicherte auch die US-amerikanische Frachtfluggesellschaft UPS Airlines den Flugunfallermittlern volle Unterstützung bei der Aufklärung der Katastrophe zu. Angaben zur Ladung der Maschine machte sie zunächst nicht.

„Es ist ein grauenvoller Anblick“, sagte die Sprecherin der zuständigen Flughafenbehörde dem Fernsehsender WVTM. Pakete und Trümmer des Flugzeugs seien über das Feld verteilt. Wie es zu dem Absturz kommen konnte, blieb zunächst unklar.

Die Anwohnerin Sharon Wilson lag nach eigenen Angaben im Bett, als das Transportflugzeug auf Baumhöhe über ihrem Haus hinwegflog. Die Triebwerke hätten ein merkwürdiges, stotterndes Geräusch gemacht. „Es klang, als ob die Maschine Benzin verloren hätte. Wir dachten erst, dass sie es noch zum Flughafen zu schaffen versuchte. Ein paar Minuten später hörten wir aber ein lautes 'Bumm'“, sagte Wilson. Feuerwehrleute kämpften nach dem Absturz gegen die hohen Flammen an.

Die Maschine beschädigte mehrere Bäume und Stromleitungen, weshalb bei rund 70 Menschen der Strom ausfiel, wie der Sender WVTM berichtete. Die umliegenden Straßen mussten abgesperrt werden, Gebäude wurden bei dem Absturz jedoch nicht getroffen.

Erst im September 2010 stürzte ein UPS-Frachtflugzeug in den Vereinigten Arabischen Emiraten ab. Auch damals kamen beide Piloten um. Die Behörden machten die Ladung aus 80.000 bis 90.000 temperaturempfindlichen Lithiumbatterien für den Unfall verantwortlich.

Kommentare (6)

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werner

14.08.2013, 16:44 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

werner

14.08.2013, 18:42 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich und achten Sie auf die Lesbarkeit Ihres Kommentars.

Softflieger

14.08.2013, 18:46 Uhr

Grauenvoll! War aber wohl eher eine A300-600RF (A300F4-600R), wenn sie erst 2003 ausgeliefert wurde. Das stotternde Triebwerkgeräusch, das die Anwohner gehört haben wollen, gibt schon zu denken... vielleicht Wasser im Tank oder Luft in der Treibstoffzufuhr?
Nicht gut, garnicht gut beim Landeanflug! Die armen Piloten!

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