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26.09.2012

20:05 Uhr

Deutsche Bank, Cartier, Mercedes

Elefanten-Polo: XXL-Sport für die ganz Großen

VonInge Hufschlag

Am Golf von Siam treffen sich jährlich Dandys und Dickhäuter beim Kampf um den King's Cup. Firmen wie Cartier sponsern den ausgefallenen, aber umstrittenen Sport, Topmanager wie Deutsche Bank-Co-Chef Jain betreiben ihn.

Uhr-Viecher: Das Team Audemars Piguet.

Uhr-Viecher: Das Team Audemars Piguet.

Hua Hin„Let’s rock“ brüllt der Stadionsprecher ins Mikro. Aus dem Lautsprecher dröhnt „Dancing Queen“ von Abba. Dazu tänzeln behäbig Dickhäuter beim königlichen Spiel Elefantenpolo aufs Spielfeld. Die spektakuläre, aber auch von Tierschützern umstrittene Sportart ist in der High Society angekommen. Auch Deutsche Bank-Co-Chef Anshu Jain spielt längst nicht nur Cricket, sondern auch die XXL-Polo-Version. Als die Führungsmannschaft seines Arbeitsgebers mal in seiner Heimat tagte, lud der gebürtige Inder sie kurzerhand zu einer Proberunde mit den extralangen Schlägern ein.

2002 und 2003 war Deutschland sogar Weltmeister. Dabei schlug das deutsche Team in Thailand das aus Nepal - wo diese Sportart quasi zu Hause ist - und errang den begehrten von König Bhumibol gestifteten „Anantara Hua Hin Gold Cup“.

Elefantenpolo

Die Idee

Elefantenpolo ist eine Sportart, die mit dem klassischen Polo verwandt ist, aber auf indischen Elefanten ausgetragen wird. Im Vergleich zum regulären Polo ist die Dauer der „chukka“ genannten Spielphasen kürzer, die Spielstöcke sind länger, und das Spielfeld ist kleiner.

Woher kommt Elefantenpolo?

Der internationale Verband „World Elephant Polo Association“ (WEPA) wurde bereits 1982 im Chitwan Nationalpark in Nepal gegründet. Seitdem organisiert der Verband jedes Jahr eine einwöchige Weltmeisterschaft in Nepal, Sri Lanka oder Thailand.

Welche Regeln gibt es?

Die Spiele werden auf einem 100-120 Meter auf 70 Meter großen Spielfeld ausgetragen. Es werden die klassischen Polo-Bälle (130g schwer) verwendet. Ein Spiel besteht aus zwei 10-minütigen Chukkas, die von einem Schiedsrichter angepfiffen und beendet werden. Die Pausen zwischen den Chukkas dauern 15 Minuten. Zum zweiten Chukka werden die Elefanten ausgetauscht und die Spielrichtung gewechselt.

Wer spielt mit?

Die meisten Teams sind international besetzt. Lediglich die Mannschaft „Nepal National Parks“ besteht ausschließlich aus nepalischen Spielern. An den Turnieren nehmen in der Regel 16 Elefanten teil, die zum Teil dem Nationalpark und zum Teil dem jeweiligen Gastgeber unterstellt sind.

Die Kritik

Tierschützer kritisieren die Sportart häufig als Tierquälerei. Immerhin werden die Elefanten nach einer 10-minutügen Halbzeit ausgetauscht und die Weltmeisterschaftsturniere werden lediglich am Vormittag ausgetragen, damit sich die Elefanten am Nachmittag ruhen können.

Diesmal reichte es für die Deutschen nur für den fünften Platz. Auf den ersten drei Rängen: King Power (King of Airport-Shopping), Audemars Piguet und Mercedes Benz. An Sponsoren mit klangvollen Namen mangelt es nicht beim Elefanten-Polo, bei der die Teilnahme eines Teams rund 10.000 Euro kostet. Luxusuhren, namhafte Autobauer, 5-Sterne-Hotels, lokale Bankhäuser, ja, sogar thailändische Weingüter machen mit. In Hua sind auch so hohe Cs wie Cartier und Chivas Regal dabei.

Auch neun Jahre später machen die Deutschen eine gute Figur. Zumindest beim Auftritt, denn Elefanten-Polo ist in Thailand nicht nur ein sportliches, sondern auch ein gesellschaftliches Ereignis. Manche meinen sogar, in erster Linie. Gäste und Spieler achten daher besonders auf ihren modischen Dress am und auf dem Spielfeld.

Blutrot zieht sich der Schriftzug übers schneeweiße Hosenbein: Wallerstein. Das ist keine neue Modemarke, sondern das letzte Viertel des vierteiligen Namens des deutschen Polo-Spielers Carl-Eugen zu Oettingen-Wallerstein. Das Rot wiederholt sich auf dem Hosen-Hinterteil in Herzform als Bekenntnis: I Love Anna. Die Prinzessin zu Oettingen Wallerstein und die Tochter sind ebenfalls mit von der Partie beim 2012 King’s Cup Elephant Polo in Hua Hin.

Zuhause ist der smarte Prinz des uralten Adelsgeschlechts (Forst, Immobilien, Brauhaus, unter anderem von Gourmet-Bier – gern auch für den thailändischen Markt) bereits ein Star beim Pferde-Polo. In Hua Hin startet er für den Sponsor Citibank.

Kommentare (4)

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EHEistEinSittenWidrigerVertrag

29.09.2012, 18:53 Uhr

+++ Beitrag von der Redaktion gelöscht +++

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Wuest

30.09.2012, 08:51 Uhr

Ein Einblick in die pure Dekadenz

mon_y.burns@dynip.name

30.09.2012, 14:30 Uhr

ASIEN: Um der zukünftigen wirtschaftlichen macht Indochinas in dem 2 Milliarden Menschen leben gerecht zu werden (wir als Europäer betrachten immer nur die US-Ostküste und vergessen dabei vollständig dass Amerika auch eine Westküste hat) müssen die EU-Europäer dahingehend Auenpolitik machen eine Bündnis Russlands mit Amerika – durch einen (zur Nato) zusätzlich pazifischen Bund Amerikas mit Russland – einem ebenfalls denkbaren asiatischen Bündnisses Russlands mit China – wie es zu Zeiten der VIETNAM- und KOREAkrieg als kommunistisch-ideologisches Bündnis gedacht war – zuvorkommen. Nur so wird Russland sich im Eigeninteresse auf eine gemeinsame europäischen Politik der verstärkten Zusammenarbeit der Euro und Eu-Staaten unter verstärkter Einbindung der neuen Osteuropäischen EU-mitglieder bei der inneren und äußeren Sicherheit einlassen können. Und Europa braucht durchsetzbares EU-Recht und das verlangt im juristischen das Ende Alleingänge der Gerichte der EU-Nationalstaaten. Und die ganze Chose muß so gestaltet werden dass sich China durch eine Nordallianz nicht bedroht sieht. Afrika wird, so wie es aussieht Baustelle einer frmokartisieretn Nordafrikanisch/Arabischen Liga möglciherweise mit der für eine demokratische Orientierung schwergewichten Türkei und dem neuen demokratischen Irak und zusammen mit dem mittleren Osten. Die dürften mit sich selbst beschäfigt sein sobald die Amerikaner da abziehen. Insofern ist die Frage wie sich China und Russland zueinander verhalten für Europa die entscheidende, der neuen östlichen Mitgleider wgeen und deren Integration beispielsweise in Euro oder so was wie der Nato. Denn Russalnd hat nicht nur Grenzen zu Europa auch wenn dieser Teil - denken wir an die Zarenzeit - der meines Wissens nach – europäische Maßstäbe angelegt - entwickeltere ist als der asiatische. Uns barucht auch nur unsere Nachbarschaft zu interessieren. Und da gehört eben Russland mit dazu.

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