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16.01.2007

09:00 Uhr

Deutscher Film geht leer aus

„Babel“ und „Dreamgirls“ räumen ab

Die vielschichtige Politparabel „Babel“ und das mitreißende Musical „Dreamgirls“ sind die großen Gewinner der Goldenen Globes von 2007. Mit Spannung erwartet die Filmbranche nun die Oscar-Nominierungen. Gleich zwei Auszeichnungen durfte Helen Mirren entgegen nehmen. Enttäuschend verlief der Abend dagegen für den deutschen Film.

Der mexikanische Regisseur Alejandro González Iñárritus (Mitte) feiert mit den Produzenten John Kilik (li.) und Steve Golin (2.v.li.) und Paramount-CEO Brad Grey den Golden Globe für "Babel". Foto: ap ap

Der mexikanische Regisseur Alejandro González Iñárritus (Mitte) feiert mit den Produzenten John Kilik (li.) und Steve Golin (2.v.li.) und Paramount-CEO Brad Grey den Golden Globe für "Babel". Foto: ap

HB BEVERLY HILLS. Der auf drei Kontinenten spielende Film „Babel“ des mexikanischen Regisseurs Alejandro González Iñárritus wurde bei einer Gala in Beverly Hills am Montagabend (Ortszeit) zum besten Kinodrama des Jahres gekürt. Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger ließ es sich nicht nehmen, den Preisträger persönlich bekanntzugeben.

„Dreamgirls“ setzte sich als beste Filmkomödie durch und verhalf Jennifer Hudson sowie Eddie Murphy zu je einem Golden Globe als Nebendarsteller. Das Musical mit Beyoncé Knowles in der Hauptrolle zeigt den Aufstieg und Fall eines schwarzen Mädchentrios in den 60er Jahren.

Der deutsche Film ging in diesem Jahr erneut leer aus. Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck konnte sich mit seinem bereits vielfach preisgekrönten Stasi-Film „Das Leben der Anderen“ nicht gegen die starke Konkurrenz behaupten. Die begehrte Auszeichnung in der Kategorie bester nicht englischsprachiger Film ging an Clint Eastwood für seinen auf Japanisch gedrehten Kriegsfilm „Letters from Iwo Jima“.

Von Donnersmarck bedauerte unmittelbar nach der Verleihzeremonie: „Es ist echt schade, dass es nicht geklappt hat. Aber andererseits muss ich sagen: Ich finde es nicht unehrenwert, gegen Clint Eastwood zu verlieren. Er ist eine so beeindruckende Persönlichkeit, dass ich das gut akzeptieren kann.“

Auch für den Filmkomponisten Hans Zimmer („Da Vinci Code“) verlief die Zeremonie mit Hollywoods Elite im Beverly Hilton enttäuschend. Der Soundtrack-Globe wurde seinem in Paris geborenen Kollegen Alexandre Desplat für die Musik zu „The Painted Veil“ überreicht.

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