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30.10.2011

14:37 Uhr

Deutscher Umweltpreis

Tüftler-Duo und Versandhaus-Gründer werden geadelt

Vor rund 1100 Gästen hat Bundespräsident Christian Wulff in Stuttgart den Deutschen Umweltpreis verliehen. Die mit 500.000 Euro dotierte Umweltauszeichnung geht unter anderem an zwei schwäbische Ingenieure.

Bundespräsident Christian Wulff (r) verleiht in Stuttgart den deutschen Umweltpreis. dpa

Bundespräsident Christian Wulff (r) verleiht in Stuttgart den deutschen Umweltpreis.

Stuttgart Die nach Angaben der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit 500 000 Euro höchstdotierte Umweltauszeichnung Europas teilen sich diesmal die schwäbischen Ingenieure Joachim Alfred und Joachim Georg Wünning sowie Jürgen Schmidt. Das Vater-Sohn-Gespann Wünning hat eine spezielle Verbrennungstechnik erfunden, Jürgen Schmidt aus dem unterfränkischen Greußenheim ist Gründer eines klimaneutralen Versandhauses.

„Sie haben mit Ihren Innovationen nicht nur Details verbessert, sondern neue Maßstäbe gesetzt“, lobte Wulff. Es sei die Formel der Zukunft, mit möglichst wenig endlichen Ressourcen und möglichst wenig Umweltbelastung Wohlstand zu schaffen und Wohlergehen zu sichern. Die Finanzkrise habe gezeigt, dass die bisherigen Wachstumsmodelle nicht nachhaltig seien.

Der Umweltpreis wird seit 1993 vergeben und prämiert vorbildliche Leistungen im Umweltschutz.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Mollemopp

31.10.2011, 13:26 Uhr

"Jürgen Schmidt aus dem unterfränkischen Greußenheim ist Gründer eines klimaneutralen Versandhauses."

Es gibt kein klimaneutrales Gebäude oder Unternehmen. Es sei denn, es würde Energie von Geisterhand zugeführt bekommen. Die Mitarbeiter dürfen bei der Arbeit nicht ausatmen, weil sie sonst das Teufelszeug CO2 ausstoßen. Wichtig ist folgendes: Die nachhaltige Nachhaltigkeit muss noch nachhaltiger nachhalten. Auch dann wenn nicht mehr nachgehalten werden kann, wer wann etwas nachhaltig nachhalten sollte. Der Begriff Nachhaltigkeit ist unbedingt inflationär zu nutzen. Je öfter man diesen Begriff im Laufe der täglichen Konversation gebraucht, desto nachhaltiger ist die Welt gerettet. Eine Auszeichnung durch einen Politiker würde ich grundsätzlich ablehnen. Das könnte einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen, dessen nachhaltige Wirkung ich momentan noch nicht nachhaltig genug einschätzen kann.

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