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19.11.2015

13:37 Uhr

Deutschland beim ESC

Der umstrittene Xavier Naidoo ist unser Mann

Zuletzt vertraten Nobodys Deutschland beim Eurovision Song Contest – im nächsten Jahr soll es anders sein: Die ARD will Xavier Naidoo schicken. Der umstrittene Sänger freut sich auf den „völkerverbindenden Wettbewerb“.

Der Sänger tritt für Deutschland beim nächsten Eurovision Song Contest an. dpa

Xavier Naidoo

Der Sänger tritt für Deutschland beim nächsten Eurovision Song Contest an.

BerlinDie ARD schickt den umstrittenen Sänger Xavier Naidoo für Deutschland zum Eurovision Song Contest (ESC) 2016. Das deutsche Publikum ist an der Auswahl dieses Mal nicht beteiligt. Die Zuschauer dürfen bei der Show „Unser Song für Xavier“ am 18. Februar nur noch über das Lied abstimmen, mit dem der 44-Jährige Künstler in Stockholm ins Rennen gehen soll. Der Norddeutsche Rundfunk bestätigte am Donnerstag Berichte der „Bild“-Zeitung und der „FAZ“. Naidoo war in der Öffentlichkeit mehrmals mit provokanten Äußerungen aufgefallen.

Kritiker werfen dem Mannheimer mit indischen und afrikanischen Wurzeln eine Nähe zu Verschwörungstheorien sowie Homophobie vor. Bei Schwulen und Lesben hat der ESC traditionell eine große Fangemeinde.

Null Punkte beim ESC: Ann Sophie nimmt's gelassen

Null Punkte beim ESC

Ann Sophie nimmt's gelassen

Für Deutschland ist es eine herbe Niederlage: Beim Eurovision Song Contest erhält die diesjährige Vertreterin, Ann Sophie, null Punkte. Die 24-Jährige lässt sich davon nicht runterziehen. Sie hatte trotzdem viel Spaß.

„Xavier Naidoo ist weder rechtspopulistisch noch homophob oder antisemitisch“, sagte ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber. Die Entscheidung stieß in sozialen Netzwerken auf heftige Kritik.

Schreiber verteidigte auf eurovision.de das Vorgehen: „Zum einen wollen wir die Auswahl der Lieder stärker in den Vordergrund stellen und weniger die Sympathien für einzelne Kandidaten entscheiden lassen. Zum anderen haben wir jemanden gesucht, der im Jahre sechs nach Lenas Sieg in Oslo den Mut hat, in Stockholm anzutreten - nach einem letzten Platz und null Punkten beim ESC in Wien.“

Deutschland hatte zuletzt Titelverteidigerin Lena Meyer-Landrut ohne vorheriges Votum zum ESC 2011 in Düsseldorf geschickt. 2015 war Deutschland mit null Punkten auf dem letzten Platz gelandet.

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