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14.01.2011

18:40 Uhr

Deutschland

Das Hochwasser kommt zurück

Die teils sehr milden Temperaturen und Dauerregen haben am Freitag die Hochwassersituation in vielen Teilen Deutschlands wieder verschärft. In Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Thüringen stiegen Flüsse und Bäche nach Behördenangaben vielerorts erneut an. Tausende Helfer sind im Einsatz.

In vielen Teilen Deutschlands bringt starker Regen am Wochenende wieder Überschwemmungen. Quelle: dpa

In vielen Teilen Deutschlands bringt starker Regen am Wochenende wieder Überschwemmungen.

HB DÜSSELDORF. Tauwetter und Regen haben die Wasserstände in einigen deutschen Flüssen weiter ansteigen lassen. Die Anrainer von Main und Donau in Bayern bereiteten sich am Freitag auf neue Überschwemmungen vor. Auch der Rhein trat an vielen Orten über die Ufer. In anderen Regionen atmeten die Menschen dagegen zunächst auf.

In Frankfurt umspülte das Mainwasser zwar weiter die Schutzbarriere vor dem Rathaus Römer. Die Pegel stiegen jedoch nicht weiter. Auch die Befürchtungen in Heidelberg trafen nicht ein: Anwohner begannen damit, den aufwendigen Hochwasserschutz vor der Altstadt wieder abzubauen. Die nächsten Tage sollen überall in Deutschland mild und wolkig werden, aber nicht mehr verregnet, sagte der Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach voraus. Bangen mussten die Menschen in:

- BAYERN: Die Pegelstände kletterten vor allem im Donaugebiet rund um Passau und Regensburg. Die höchste Alarmstufe vier galt für die Region Passau. Selbst fluterprobte Einsatzkräfte waren davon überrascht. In der Drei-Flüsse-Stadt Passau mit Donau, Inn und Ilz stieg das Wasser auf etwa neun Meter - 24 Stunden zuvor waren es noch drei Meter weniger. Feuerwehrleute legten tausende Sandsäcke aus. Dramatischer war es zuletzt im Sommer 2002 mit bis zu 10,80 Metern.

In Regensburg schlossen Experten nicht aus, dass am Samstag in der Altstadt der Donau-Pegelstand von 2002 erreicht wird. In der Stadt wird seit Jahren an einem rund 100 Millionen Euro teuren Hochwasserschutz-System mit mobilen Flutwänden und verstärkten Dämmen gebaut. Bis 2020 soll das Projekt fertig sein. Die aktuelle Flut ist eine erste Bewährungsprobe für die bereits fertigen Bauabschnitte. Auch die Lage am Main in Nordbayern sah eher düster aus.

Kommentare (1)

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Ja Ja unsere gute alte Erde, nun weint sich sich vor Kummer aus.

14.01.2011, 20:02 Uhr

Leider hat keiner ein Tempo parat.

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