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16.03.2014

17:33 Uhr

Die Passagierliste

239 Menschen und ihre Schicksale

Fünf Kinder,18 Künstler und ein IBM-Manager: Hinter der Passagierliste von Flug MH370 verbergen sich 239 Einzelschicksale. Einige Geschichten der Menschen an Bord der verschwundenen Boeing werden jetzt bekannt.

Nachrichten der Hoffnung: In Kuala Lumpur bekunden Hunderte ihr Mitgefühl mit den Passagieren und ihren Angehörigen. Reuters

Nachrichten der Hoffnung: In Kuala Lumpur bekunden Hunderte ihr Mitgefühl mit den Passagieren und ihren Angehörigen.

Kuala LumpurZu den 153 Chinesen an Bord zählt eine Gruppe von 18 chinesischen Künstlern, wie die Nachrichtenagentur China News berichtete. Sie waren auf dem Rückweg von einer Ausstellung in Kuala Lumpur. Eigentlich sollten 24 Maler an Bord sein, die Tickets von 6 Künstlern wurden aber kurzfristig umgebucht.

Der texanische Halbleiterhersteller Freescale Semiconductor teilte mit, dass 20 seiner Angestellten an Bord waren, zwölf aus Malaysia und acht aus China. Drei der sechs Inder an Bord gehörten Medienberichten zufolge einer Familie aus Mumbai an. Das Paar war demnach mit einem Sohn auf dem Weg zu dessen älteren Bruder, der kürzlich geheiratet hatte. An Bord sollen zudem eine indische Fischereiexpertin auf dem Weg zu einer Konferenz in der Mongolei sowie eine Frau auf dem Weg zu ihrem in Nordkorea arbeitenden Mann gewesen sein.

Bei den vier Franzosen an Bord handelt es sich Medien zufolge um eine Mutter mit ihrer 14 Jahre alten Tochter, ihrem 17 Jahre alten Sohn und dessen Freundin. Sie hatten zusammen Urlaub in Malaysia gemacht und wollten zurück nach Peking, wo der 17-Jährige noch sein Abitur machen wollte. Der Vater hatte als Topmanager für den Baustoffhersteller Lafarge in China gearbeitet, war aber bereits Anfang des Jahres mit dem dritten Kind des Paares nach Frankreich zurückgekehrt.

Zwei der drei Menschen mit US-Pass an Bord sind Kleinkinder - ein Zweijähriger und ein vier Jahre altes Mädchen der Passagierliste zufolge. Sie reisten möglicherweise in Begleitung von Eltern mit doppelter Staatsbürgerschaft. Beim dritten US-Passagier handelt es sich laut „Wall Street Journal“ um einen IBM-Manager, der gerade erst nach Malaysia versetzt wurde. Er habe noch einmal Peking besuchen wollen, um sich dann in Kuala Lumpur niederzulassen, zitierte die Zeitung den Bruder des Mannes.

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Wer hat Flug MH370 vorsätzlich manipuliert und ist stundenlang weitergeflogen? Bislang sind nur zwei Männer an Bord bekannt, die eine Boeing 777 fliegen konnten: der Pilot und der erste Offizier.

Die zwei Kanadier an Bord sind dem Sender CBC zufolge ein Ehepaar. Die Eltern zweier Kinder leben demnach in Peking, wo der Mann Manager bei einem US-Handelsunternehmen ist. Das Paar soll auf dem Rückflug von einem Urlaub in Vietnam gewesen sein.

Auf Urlaubsreise war asiatischen Medienberichten zufolge auch die einzige Niederländerin an Bord. Die Frau mit indonesischen Wurzeln soll ihre alte Heimat besucht haben. Sie habe mit Malaysia Airlines über China zurück nach Amsterdam fliegen wollen, wurde der Bruder der Niederländerin zitiert.

Ganz andere Motive hatten bisherigen Erkenntnissen nach zwei junge Iraner, die mit gestohlenem italienischen beziehungsweise österreichischem Pass eincheckten: Wahrscheinlich hätten die beiden nach Deutschland auswandern wollen, berichtete die malaysische Polizei.

Von

dpa

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