Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

11.04.2014

08:36 Uhr

Die Suche nach dem Ping

Verwirrung um die Signale von MH370

Signale empfangen oder doch nicht? Australiens Premier Tony Abbott zeigt sich bei der Suche nach Flug MH370 optimistisch. Der Koordinator der Suchaktion, Angus Houston, zieht Äußerungen des Premiers jedoch in Zweifel.

Ein Flugzeug von Australiens Royal Air Force sucht den Ozean ab. Seit dem Verschwinden der Maschine der Malaysia Airlines mit 239 Menschen an Bord wird nach Trümmern und der Blackbox der Maschine gesucht. Reuters

Ein Flugzeug von Australiens Royal Air Force sucht den Ozean ab. Seit dem Verschwinden der Maschine der Malaysia Airlines mit 239 Menschen an Bord wird nach Trümmern und der Blackbox der Maschine gesucht.

SydneyFünf Wochen nach dem Verschwinden von Flug MH370 gibt es neue Verwirrung um den Stand der Suche. Australiens Premierminister Tony Abbott sagte am Freitag bei einem Besuch in der chinesischen Metropole Shanghai, er sei „sehr zuversichtlich, dass die empfangenen Signale von der Blackbox stammen“. Der australische Koordinator der Suchaktion im Indischen Ozean, Angus Houston, bezeichnete dies hingegen als „unwahrscheinlich“.

Als Beleg für seinen Optimismus gab Abbott an, dass das Suchgebiet zuletzt „stark eingegrenzt“ worden sei. Er warnte zugleich, dass der Zeitpunkt immer näher rücke, zu dem der Blackbox die Energie ausgehe. Houston gab seinerseits an, dass zumindest ein am Donnerstag empfangenes fünftes Signal höchstwahrscheinlich nicht von der Blackbox stamme. Dies werde aber noch weiter untersucht.

Flug MH370 – Was ist geklärt, was nicht?

Vom Radar verschwunden

Flug MH370 von Kuala Lumpur nach Peking mit 239 Menschen an Bord verschwindet zwei Stunden nach dem Start von den Radarschirmen. Ein Überblick über die geklärten und ungeklärten Fragen.

Was ist geklärt? (1)

Die Boeing 777-200 verschwand bei gutem Wetter. Zwei Stunden nach dem Start war die Maschine eigentlich in der sichersten Phase eines Flugs, auf der Reisehöhe von rund 10.000 Metern. Es gab keinen Notruf, und die Bordcomputer sendeten keinen automatischen Alarm an die Bodenkontrolle, wie bei technischen Problemen eigentlich üblich. Im Cockpit saß ein erfahrener Pilot. Die Fluggesellschaft gilt als sehr zuverlässig, die Boeing ebenfalls.
Der Funkkontakt brach vor der vietnamesischen Küste ab. 154 der 239 Insassen waren chinesische Staatsbürger. Malaysia Airlines bot den Flug gemeinsam mit China Southern an.

Was ist geklärt? (2)

An Bord waren zwei Passagiere mit gestohlenen Pässen. Diese waren ihren Besitzern, einem Italiener und einem Österreicher, 2012 und 2013 in Thailand gestohlen worden. Die Reisedokumente wurden bei der Passkontrolle nicht mit der Datenbank von Interpol abgeglichen.
Vier Reisende checkten ein, gingen aber nicht an Bord. Ihr Gepäck wurde vor dem Abflug wieder ausgeladen. Mittlerweile ist wahrscheinlich, dass sie illegal nach Europa einreisen wollten, sie also vermutlich nichts mit dem Absturz der Maschine zu tun hatten.

Was ist ungeklärt? (1)

Wo ist die 70 Meter lange Maschine mit 60 Metern Spannweite geblieben? Obwohl Dutzende Schiffe und Flugzeuge das Meer zwischen Malaysia und Vietnam absuchen, sind bislang weder Wrackteile noch der Flugschreiber gefunden worden.

Was ist ungeklärt? (2)

Warum drehte die Maschine ab? Wie konnte sie so lang von den Radars verschwinden. Aufschluss darüber könnte die Blackbox geben. Die Suchteams suchen fieberhaft danach, denn lange können die Akkus in der Regel nicht mehr halten.

Suchmannschaften hatten zuletzt am Donnerstag ein weiteres Signal empfangen, das neue Hoffnung bei der Suche nach der am 8. März verschollenen Unglücksmaschine MH370 gab. Empfangen wurde das nunmehr fünfte Signal von einem Überwachungsflugzeug der australischen Luftwaffe, das zahlreiche Sonobojen im Suchgebiet rund 2300 Kilometer nordwestlich der australischen Stadt Perth im Meer ausgesetzt hatte.

Die Suche ist ein Wettlauf gegen die Zeit, weil die Batterien der Blackbox in diesen Tagen leer sein dürften. Seit dem mysteriösen Verschwinden der Maschine der Malaysia Airlines mit 239 Menschen an Bord wird nach Trümmern und der Blackbox der Maschine gesucht. Immer noch ist völlig unklar, warum sie auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking plötzlich den Kurs wechselte und von den Radarschirmen verschwand.

Von

afp

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

11.04.2014, 09:23 Uhr

Bin mal gespannt in welcher Form der Flieger demnächst wieder auftaucht. Also abgestürzt ist er bestimmt nicht.
Viel Verdummungspropaganda in den Medien - wie immer

Account gelöscht!

11.04.2014, 09:55 Uhr

Gibt es auch vor Australien ein Bermudadreieck?
------------
Und von überall her hört man Signale von der Blackbox.
Aber nichts Genaues weiß man nicht!
So geht die Spekulation also weiter!
Eine Frage stellt sich aber: Warum hat die Maschine ihren Kurs so radikal geändert?

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×