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15.04.2006

18:08 Uhr

Donau richtet verheerende Schäden an

Rumänien verzeichnet Rekord-Hochwasser

In Rumänien haben am Samstag zahlreiche Helfer fieberhaft gegen das Donau-Hochwasser angekämpft. Der Pegel stieg auf den höchsten Stand seit 1895.

HB BUKAREST. Hunderte Häuser wurden zerstört und tausende Menschen obdachlos, nachdem heftiger Regen und die Schneeschmelze am vierten Tag in Folge für anschwellende Fluten in den Flüssen in den Balkanstaaten sorgten. In Rumänien flickten Soldaten und Hilfskräfte aufgeweichte Deiche und richteten mit Sandsäcken Barrieren auf, um weitere Überschwemmungen zu verhindern.

Die Behörden fluteten gezielt Felder entlang der Donau, um das Wasser von Städten und Dörfern fern zu halten. Insgesamt sollten auf einer Länge von 400 Kilometern 90.000 Hektar Nutzland unter Wasser gesetzt werden - eine Fläche von der Größe Berlins. Ein Dammbruch im Südwesten des Landes kam den Behörden zugute, da dort keine Wohngebiete überschwemmt wurden, aber der Druck auf die flussabwärts gelegenen Dämme geringer wurde.

Auch in den anderen Donau-Anrainerländern war die Situation kritisch. In Bulgarien herrschte weiter Notstand. Aus Serbien wurde der erste Hochwasser-Tote gemeldet. Zahlreiche Häuser standen auch dort unter Wasser. Für die kommenden Tage wird mit weiter steigendem Wasser in der Donau gerechnet.

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