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15.09.2015

12:07 Uhr

Double

Wer ist die wahre Helene Fischer?

Wallende Mähne, sportlicher Auftritt und hallenfüllende Konzerte – Helene Fischer ist eine der beliebtesten Sängerinnen Deutschlands. Das macht sie auch für Doubles interessant. Aber wie kopiert man die Schlagerqueen?

Als Helene Fischer tritt die Australierin Bridie June Davies ab Ende September in Berlin auf. dpa

Heleneischer-Double Bridie June Davies

Als Helene Fischer tritt die Australierin Bridie June Davies ab Ende September in Berlin auf.

BerlinHelene Fischers Fälschung verrät sich ausgerechnet dann, wenn sie singt. Aus „immer wieder“ macht ihr Double Bridie June Davies ein „imma wieda“, wie sie erzählt. Kein Wunder: Die Doppelgängerin der Schlagersängerin kommt aus Australien.

Sie kann ihren Akzent auch nach mehreren Jahren in Berlin nicht ganz ablegen. Ab Ende September ist Davies in einer Show, in der auch Doubles von Marilyn Monroe und Robbie Williams auftreten, in der Hauptstadt zu sehen.

Die Karriere von Helene Fischer

Herkunft

Helene Fischer wurde am fünften August 1984 im russischen Krasnojarsk in der ehemaligen Sowjetunion als Jelena Petrowna Fischer geboren. Sie ist die Tochter einer russlanddeutschen Familie.

Umzug in die Bundesrepublik

1988 siedelten ihre Eltern mit ihr und ihrer sechs Jahre älteren Schwester nach Wöllstein in Rheinland-Pfalz. Als Schülerin der Realschule nahm sie bereits in jungem Alter an Theater-AGs und Musicalworkshops teil.

Ausbildung

Nach ihrem Realschulabschluss absolvierte Fischer an der Stage & Musical School in Frankfurt am Main eine dreijährige Ausbildung, die sie als staatlich anerkannte Musicaldarstellerin abschloss. Während ihrer Ausbildung arbeitete sie bereits am Staatstheater Darmstadt und am Volkstheater Frankfurt in Musicals und Schlagervorführungen.

Anfänge

Fischers Mutter schickte eine Demo-CD an Künstlermanager und Produzenten. Wenig später erhielt Fischer ihren ersten Plattenvertrag und feierte am 14. Mai 2005 in der ARD im „Hochzeitsfest der Volksmusik“ ihre Fernsehpremiere. Am 3. Februar 2006 erschien ihr erstes Album „Von hier bis unendlich“.

Durchbruch

Am 6. Juli 2007 widmete der MDR ihr einen Musikfilm „So nah, so fern“ mit ihren neuesten Titeln aus dem gleichnamigen Album. Am 14. September 2007 wurde der Film auf DVD veröffentlicht.

Preise

Im Januar 2008 wurde sie mit der „Krone der Volksmusik“ in der Kategorie „Erfolgreichste Sängerin des Jahres 2007“ ausgezeichnet. Nach ihrem Auftritt erhielt sie Platin für das Album „Von hier bis unendlich“. Es folgten weitere „Kronen der Volksmusik“, zahlreiche „Echo-Preise“, ein „Bambi“ in der Kategorie „Musik national“, eine „Romi“ und mehrere „Goldene Hennen“.

Chartspitze

Mit ihrem fünften Studioalbum „Für einen Tag“, das am 14. Oktober 2011 veröffentlicht wurde, erreichte sie zum ersten Mal den ersten Platz der Charts in Deutschland. Das Album wurde nach zwei Wochen in Deutschland mit Gold ausgezeichnet, später erhielt es Platinstatus.

Reality-TV

Ebenfalls 2012 entstand die Fernsehdokumentation „Allein im Licht“, die den Tourneealltag Fischers dokumentierte. Im gleichen Jahr stand Fischer erstmals als Schauspielerin vor der Kamera. Im ZDF übernahm sie in der Fernsehreihe „Das Traumschiff“ die Rolle der Reiseleiterin Franziska Stein.

Moderatorin

Am 27. März 2014 moderierte Fischer die Echoverleihung und gewann in den Kategorien „Deutschsprachiger Schlager“ und „Album des Jahres“. Beim Eurovision Song Contest 2014 verkündete sie das Ergebnis der deutschen Abstimmung.

Atemlos durch die Nacht

Der Song „Atemlos durch die Nacht“ von Fischers sechsten Studioalbum „Farbenspiel“ erreichte Platz drei der Singlecharts. Nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft sang Fischer den Song bei der offiziellen Begrüßung der deutschen Fußballnationalmannschaft am Brandenburger Tor in Berlin.

Das Jahr 2014

Das Fachmagazin "musikmarkt" stellt fest: "Das ist zuvor noch niemandem gelungen: Helene Fischers "Farbenspiel" ist das erste Album, das zwei Mal Platz eins der deutschen Jahrescharts erobert. Auch in den Single-Jahrescharts 2014 setzt sich Helene Fischer gegen die Konkurrenz durch und lässt mit "Atemlos durch die Nacht" Pharrell Williams' "Happy" links liegen."

„Ich habe mir viele DVDs angeschaut, um ihren Stil zu üben“, sagt die 34-Jährige. Und: „Deutsch zu singen, ist einfacher als deutsch zu sprechen.“ Helene Fischers größer Hit „Atemlos“ muss natürlich sitzen. Dazu lernte Davies „viel Text“, wie sie erzählt, und stieß auf für sie ganz neue Ausdrücke: „Das Wort „berauscht“ kannte ich vorher nicht“, erzählt die Wahl-Berlinerin. Vom 30. September bis zum 11. Oktober singt sie bei „Stars in Concert“ vom Hotel Estrel.

Mindestens so wichtig wie die Vokabeln sind für Fischer-Fälschungen die Gesten der Schlagerqueen. „Sie ist sehr frei mit ihren Bewegungen“, hat Davies – ebenfalls blond und sportlich – beobachtet. „Die Haare fliegen immer.“ Fischer erkenne man aber nicht nur am Mähne-Schütteln, auch einige Armbewegungen hat ihre Doppelgängerin sich schon abgeschaut. Ganz wichtig: Der „Fingerzeig“, bei dem das Original mit ausgestrecktem Arm auf ihr Publikum zeigt. Und: „Sie redet viel mit ihren Fans.“

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