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25.08.2015

11:27 Uhr

„Dramatisches Fischsterben“

Ammoniak gefährdet Menschen am Neckar

Giftiges, mit Ammoniak angereichertes Löschwasser wird in den kommenden Tagen in den Neckar fließen. Anwohner sollten weder angeln noch schwimmen. Auch vom Kanu fahren raten Experten aus Gesundheitsgründen dringend ab.

Schwimmer sollten sich vorerst vom Neckar fernhalten. Giftiges Ammoniak wird in den kommenden Tagen in den Fluss gespült. In der Jagst hat die Chemikalie bereits ein dramatisches Fischsterben verursacht. dpa

Schwimmer im Neckar

Schwimmer sollten sich vorerst vom Neckar fernhalten. Giftiges Ammoniak wird in den kommenden Tagen in den Fluss gespült. In der Jagst hat die Chemikalie bereits ein dramatisches Fischsterben verursacht.

Kirchberg an der JagstGiftiges Löschwasser, das bei Schwäbisch Hall ein großes Fischsterben ausgelöst hat, wird nach Behördeneinschätzung in den kommenden Tagen in den Neckar fließen. Das Landratsamt Heilbronn riet Menschen dringend davon ab, im Fluss zu baden, zu fischen, Wasser zu entnehmen oder Kanu zu fahren. Die Gesundheit sei in Gefahr. Die Warnung gilt bis zum kommenden Montag.

Nach einem Brand in einem Mühlenbetrieb in Kirchberg war verunreinigtes Löschwasser in die Jagst gespült worden. Bei dem Feuerwehreinsatz mischte sich nach Angaben eines Polizeisprechers vom Dienstag wahrscheinlich hochgiftiges Ammoniak aus Düngemitteln mit dem Löschwasser. Rund vier Tonnen tote Fische seien bislang aus der Jagst gesammelt worden - „Tendenz steigend“, sagte der Polizist. „Wir sprechen von einem dramatischen Fischsterben.“

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Kein Grund zur Beunruhigung, der Tod von tausenden Fischen hat nichts mit dem Unglück zu tun. In Tianjin wächst die Angst vor einer vertuschten Naturkatastrophe. Greenpeace misst erhöhte Zyanid-Konzentrationen.

Ammoniak ist ein stechend riechendes, giftiges Gas. Die aus Stickstoff und Wasserstoff bestehende Verbindung wirkt stark ätzend auf Lunge, Haut und Augen. Beim Einatmen hoher Konzentrationen besteht Lebensgefahr. Ammoniak ist ein wichtiger Grundstoff in der chemischen Industrie und bei der Herstellung von Dünger, zudem wird er oft als Kältemittel verwendet.

Das Feuer hatte in der Nacht zum Sonntag einen Schaden in Millionenhöhe angerichtet. Die Brandursache war am Dienstagmorgen weiter unklar.

Von

dpa

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