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06.01.2014

11:57 Uhr

Druckverlust

A380 muss in Baku notlanden

Wegen eines Druckabfalls musste ein Airbus in Aserbaidschan zwischenlanden. In der Maschine mit knapp 500 Menschen an Bord seien die Sauerstoffmasken ausgelöst worden. Nun sucht Airbus nach der Ursache.

Ein A380 von Singapore Airlines: Ein Airbus der Fluglinie musste am Montag in Baku zwischenlanden. Reuters

Ein A380 von Singapore Airlines: Ein Airbus der Fluglinie musste am Montag in Baku zwischenlanden.

BakuNach einem Druckabfall in der Kabine ist eine Maschine des weltgrößten Passagierflugzeugs Airbus A380 mit fast 500 Menschen an Bord außerplanmäßig in Aserbaidschan gelandet. Um 01.03 Uhr morgens örtlicher Zeit landete der Flug 317 in Baku. Niemand wurde verletzt. Die Sauerstoffmasken seien ausgelöst worden, und die Maschine sei sicher in der Südkaukasusrepublik gelandet, teilte die Fluglinie Singapore Airlines am Montag mit.

Die 467 Passagiere und 27 Besatzungsmitglieder warteten in einem Hotel in der Hauptstadt Baku auf eine Ersatzmaschine für die Weiterreise in den südostasiatischen Stadtstaat Singapur. Ein anderer A380 sei bereits auf dem Weg, hieß es. Das Flugzeug war in London gestartet.

Ein Passagier schrieb auf Facebook, schon kurz nach dem Start in London sei „ein lautes Luftgeräusch“ von einer Tür zu hören gewesen. Ein Mitglied der Besatzung habe ihm erklärt, ein Türsiegel sei „leicht“ undicht. Einige Stunden später mussten die Passagiere Sauerstoffmasken anlegen, über Afghanistan ging die Maschine in den Sinkflug.

Auf Twitter machten erste Bilder der Notlandung die Runde. Eines von ihnen zeigt die Maschine noch mit Passagieren.

Auf einem weiteren Foto ist die leere Maschine mit den herunterhängenden Sauerstoffmasken zu sehen.

Die Ursache des Druckverlustes ist noch unklar. Airbus versprach aber, das Problem zu untersuchen und der Fluglinie technischer Unterstützung zur Verfügung zu stellen. Singapore Airlines war die erste Fluglinie, die den A380 ins Portfolio aufnahm. Fünf weitere hat die Airline bestellt.

Kommentare (4)

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KerosinpumpeA380

06.01.2014, 10:48 Uhr

Leider nicht das erste Problem von Singapore Airlines mit dem A380. Technische Probleme haben die auch in Deutschland. Am 7. Dezember haben wir fast 9 Stunden in Frankfurt wegen einer defekten Kerosinpumpe auf dem Rollfeld gestanden und mussten dann später raus wegen Zeitüberschreitung der Crew-Arbeitszeit. Der Flug am Folgetag ist auch erst mit einstündiger Verspätung abgeflogen. Kann momentan nur von der Airline und dem Modell abraten. Mit den Erstattungen lässt sich Singapore Airlines auch ein wenig Zeit.

anon

06.01.2014, 11:54 Uhr

The Passengers were not placed in a hotel and a passenger has confirmed it was more like 1500 Passengers on board, Little information was given to them. Sleeping on an airport floor, with little/no food or refreshments. They Feared for their lives.

Orgetorix

07.01.2014, 12:22 Uhr

Die Singaapore Airline baut den AA380 nicht, sondern eine europäische Firma (bisher EADS, neu Airbus...). Von der SIA abzuraten ist deshalb etwas voreilig!

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