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19.12.2014

19:15 Uhr

Dubiose Finanzgeschäfte

Franziskaner-Orden am Rande der Pleite

Der Papst hat sich nach ihrem Gründer benannt. Und die Franziskaner predigen Armut sowie Bescheidenheit. Nun steht der Orden wegen zweifelhafter Finanzgeschäfte im Rampenlicht. Der Pontifex wird nicht begeistert sein.

Papst Franziskus hat sich nach Franz von Assisi benannt, der den Franziskanerorden im Mittelalter gegründet hatte. dpa

Papst Franziskus hat sich nach Franz von Assisi benannt, der den Franziskanerorden im Mittelalter gegründet hatte.

RomDer Franziskaner-Orden steht nach eigenen Angaben wegen dubioser Finanzgeschäfte vor der Pleite. Der Orden „hat schwere, ich unterstreiche schwere finanzielle Probleme mit einem beträchtlichen Betrag an Schulden“, schrieb Generalminister Michael Anthony Perry in einem offenen Brief an seine katholischen Ordensbrüder. Hausinterne Ermittlungen hätten ergeben, dass möglicherweise „zweifelhafte Finanzoperationen“ ohne das Wissen der Führung des Ordens gemacht worden seien, die die „finanzielle Stabilität“ in Gefahr gebracht hätten. Staatliche Ermittlungsbehörden seien eingeschaltet worden.

Nach italienischen Medienangaben geht es unter anderem um millionenschwere Investitionen in ein Hotel im Zentrum von Rom mit Blick auf den Petersdom. Dabei sei Geld versenkt worden. Der Orden wollte sich dazu am Freitag nicht äußern.

Auch kommentierte er Medienberichte nicht, wonach in der Schweiz Konten beschlagnahmt worden seien. Über diese Konten soll auch Geld in Gesellschaften investiert worden sein, gegen die unter anderem wegen Drogen- und Waffenhandels ermittelt wird, wie das italienische Magazin „Panorama“ ohne Angaben von Quellen schrieb. Von Schweizer Seite war dazu am Freitag keine Bestätigung zu bekommen.

„Ordensferne“ Personen hätten bei dem Skandal eine Rolle gespielt, schrieb Perry. Er rief die Brüder des Bettelordens weltweit dazu auf, einen „finanziellen Beitrag zu machen, um die Situation zu verbessern“. Zudem sollte die Finanzaufsicht und Transparenz innerhalb des Ordens gestärkt werden.

Papst Franziskus hat sich nach Franz von Assisi benannt, der den Franziskanerorden im Mittelalter gegründet hatte. Die Franziskaner leben nach dem Gelübde der Armut. Heute ist der Orden nach eigenen Angaben mit 14 000 Mitgliedern die zweitgrößte Bruderschaft der Welt und in etlichen Ländern aktiv, darunter Deutschland.

Nach Skandalen bei der Vatikanbank kämpft der Papst seit seinem Amtsantritt vor knapp zwei Jahren für mehr Transparenz bei Finanzgeschäften der katholischen Kirche.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr C. Falk

19.12.2014, 19:31 Uhr

Schon merkwürdig , dass ein "Bettlerorden" derart in dubiose Fianzgeschäfte verstrickt ist und kurz vor der Pleite steht.

Offensichtlich wohnen in der katholischen Kirche der liebe Gott und der Teufel so eng beieinander, dass sie eine Art Wohngemeinschaft bilden und der eine ohne den anderen es schwer hat seine Existenz zu fristen. lol

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