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26.03.2011

08:27 Uhr

Earth Hour-Aktion

Auf der Erde gehen die Lichter aus

Heute gehen auf der ganzen Welt die Lichter aus - mit der Earth Hour wollen Umweltschützer den Klimaschutz beleuchten. Kritiker und Experten bezweifeln allerdings den Wert der Aktion.

Licht aus, Kerzen an: Mit der symbolischen Aktion  "Earth Hour" verzichten zahlreiche Menschen - wie hier 2009 in Kolumbien - eine Stunde lang auf elektrisches Licht. Quelle: picture-alliance

Licht aus, Kerzen an: Mit der symbolischen Aktion "Earth Hour" verzichten zahlreiche Menschen - wie hier 2009 in Kolumbien - eine Stunde lang auf elektrisches Licht.

Bangkok/ SyndneyAls hätten die Erdlinge sich das Spektakel für andere Weltall-Bewohner ausgedacht: Die weltumspannende Licht-Aus-Aktion an diesem Samstag dürfte aus großer Ferne besonders spektakulär sein. Ein bisschen wie eine „La Ola“ im Fußballstadion - wenn Zuschauer reihenweise mit Aufstehen und Hinsetzen eine Wellenbewegung imitieren - müsste es aussehen, wenn rund um den Erdball in unzähligen Städten nacheinander für eine Stunde die Lichter ausgehen. Auch ohne Logenplatz im All hat die Aktion in diesem Jahr wieder Millionen Anhänger gefunden.

Als Zeichen für den Klimaschutz begann die „Earth Hour“ 2007 in Australien und hat sich zum Riesenerfolg entwickelt. Im vergangenen Jahr waren bereits mehr als 4500 Städte in 128 Ländern dabei, zählte die Umweltstiftung WWF, die diese Aktionen weltweit koordiniert. Im laufenden Jahr sollen es noch mehr werden.

Jeweils um 20.30 Uhr Ortszeit sollen die Mitmacher für eine Stunde den Strom abschalten. Den Anfang machen die Chatham-Inseln 800 Kilometer östlich von Neuseeland, die ihre Lichter ausmachen, wenn es in Deutschland erst 07.45 Uhr am morgen ist. Weiter geht es über die Pazifik-Inseln, Neuseeland, Australien, Asien, Europa bis nach Nord-und Südamerika. Berühmte Bauwerke sind dabei - das Sydney Opernhaus, das Brandenburger Tor - und jede Menge Promis.

In Australien ist das Unterwäsche-Model Miranda Kerr in diesem Jahr Botschafterin der Earth Hour. „Wir bitten die Prominenten, ihre Fans nicht nur zum Mitmachen und Abschalten aufzurufen, sondern wir fordern sie auch zu einer Klimaschutzaktion auf, die über die Stunde hinaus reicht“, sagt Andy Ridley aus Sydney, der Erfinder der Aktion.

„Ich will weiter recyceln und Bio-Waren auf dem Markt kaufen“ versprach Kerr artig. Dass sie für ihre Arbeit das ganze Jahr um die Welt jettet und dabei Zehntausende Tonnen CO2-Emissionen verursacht, blieb bei dem Auftritt unerwähnt.

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

26.03.2011, 12:06 Uhr

Natürlich mache ich bei dieser Aktion mit!
Es dient doch der Umwelt.
Nach der Demo wärme ich mich erst mal in meiner Sauna auf und setze mich dann in mein kuschelliges Wohnzimmer (25°C).
Meine Frau hat in der Zwischenzeit schon das Essen Zubereitet (Schweinsbraten, Vorsuppe, Salat und Eis) alles natürlich BIO!
Dannach wird das Flutlicht und der Heizstrahler auf der Terrasse eingeschaltet. Ich habe ein gutesd Gewissen, schließlich war ich bei der Earth Hour dabei!!!!!

Timo7

26.03.2011, 17:08 Uhr

Dann können wir ja alle mal testen, wie es sein wird, wenn die Kernkraftwerke abgeschaltet sind: dunkel!
Und die neuen tollen Glühbirnen kosten ein vielfaches, bringen aber kaum mehr Leistung. Das Volk wird wieder mal zum Narren gehalten.
Übrigens in Amerika und China hat garantiert kein Mensch von der Earth Hour gehört! Und falls doch, dann lachen die uns aus!

Account gelöscht!

26.03.2011, 20:09 Uhr

sind Kerzen und Teddybären etwa vergriffen?

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